Bestreitet Verhaftung: Bernie Ecclestone mit Waffe am Flughafen
Der frühere Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sorgt abseits der Rennstrecke für Schlagzeilen. Der 95-Jährige soll am Montag nach der Landung seines Privatjets auf dem Flugplatz Tires in Cascais nahe Lissabon von der portugiesischen Polizei festgenommen worden sein wie die "Daily Mail" berichtet. Grund für den Polizeieinsatz war demnach eine nicht registrierte Schrotflinte in seinem Gepäck. Ecclestone dementiert die Festnahme, bestätigt aber die Waffe mitgeführt zu haben.
Unangemeldete Schrotflinte im Gepäck entdeckt
Die Festnahme sei im Rahmen einer Routinekontrolle durch die portugiesische Polizei für öffentliche Sicherheit (PSP). Bei der Überprüfung des Gepäcks haben die Sicherheitskräfte eine Schrotflinte entdeckt, für die der Brtie keine gültige Lizenz beziehungsweise Einfuhrgenehmigung vorweisen konnte.
Der Vorfall ließ sich laut Ecclestone jedoch nach einigen Befragungen klären:
- Grund für das Mitführen: Ecclestone gab an, er habe die Waffe aus der Schweiz zum Tontaubenschießen mitgebracht.
- Fehlende Papiere: Von den Beamten nach einem erforderlichen „blauen Buch“ als Dokumentation gefragt, fehlte dem 95-Jährigen der Nachweis.
- Freilassung: Einige Stunden nach der Anhaltung sei die Situation geklärt worden.
Gegenüber der „Daily Mail“ schildert Ecclestone das Gespräch mit den Beamten bezüglich der Dokumente folgendermaßen:"Ich sagte ihnen, dass ich praktisch nie mit solchen Dokumenten reise“. Laut Ecclestone habe man das Missverständnis nach Stunden ausräumen können.
Wiederholter Vorfall: Bereits 2022 Waffenfund in Brasilien
Für den Unternehmer ist es nicht das erste Mal, dass er auf einem Flughafen wegen einer Waffe im Gepäck angehalten wird. Bereits im Mai 2022 geriet er am Flughafen Viracopos in São Paulo (Brasilien) in eine vergleichbare Lage:
- Fund einer Pistole: Sicherheitskräfte entdeckten bei einer Gepäckkontrolle eine Pistole in seinem Besitz.
- Aussage der Nichtwissenheit: Ecclestone gab damals an, dass die Waffe zwar ihm gehöre, er jedoch nicht gewusst habe, dass sie sich in seinem Gepäck befinde.
Jahrzehntelanger Formel-1-Boss
Bernie Ecclestone prägte den Motorsport über viele Jahrzehnte. Ende der 1970er-Jahre übernahm er durch die Vermarktung der Fernsehrechte zunehmend die Kontrolle über das Geschäft der Formel 1. Von 1987 bis 2017 stand der Briten-Unternehmer offiziell an der Spitze der Rennserie.
Auch nach seinem Rückzug besucht der 95-Jährige weiterhin regelmäßig Formel-1-Rennen. Privat lebt Ecclestone abwechselnd in der Schweiz und in Portugal. Welches juristische Nachspiel der aktuelle Waffenfund in Portugal haben wird, ist derzeit noch offen.