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USA gegen Belgien im WM-Achtelfinale 2026 während Debatte um Rote Karte und Trump-Wirbel
Belgien hat Balogun klar im Griff und Gastgeber USA vom Platz gefegt
Belgien hat Balogun klar im Griff und Gastgeber USA vom Platz gefegt
APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA

USA - Belgien: Spielergebnis nach Trump-Intervention eindeutig

07.07.2026 um 06:44, Anna Kirschbaum & APA, Red
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Belgien besiegt die USA klar und reagiert auf den Trump-Wirbel um die Rote Karte. Nach der FIFA-Entscheidung ist der Gastgeber ausgeschieden.

Belgien hat sich von der Kontroverse um US-Stürmer Folarin Balogun nicht beirren lassen und hat den Lauf der USA bei der Fußball-WM beendet. Die "Roten Teufel" setzten sich im Achtelfinal-Duell mit dem Co-Gastgeber in Seattle 4:1 (2:1) durch. Charles De Ketelaere traf zweimal zur belgischen Führung (9., 33.), Hans Vanaken (57.) und Romelu Lukaku (93.) ließen keine Zweifel am Sieger aufkommen. Für die USA konnte Malik Tillman (31.) per Freistoß zwischenzeitlich ausgleichen.

Gastgeber sind ausgeschieden

Nach Kanada und Mexiko verabschiedete sich damit auch der dritte Gastgeber dieser WM im Achtelfinale aus dem Turnier. Belgien darf trotz davor durchwachsener Vorstellungen weiter träumen. Am Freitag baut sich im Viertelfinale in Los Angeles nun Europameister Spanien als Gegner des Teams von Trainer Rudi Garcia auf.

Genugtuung nach Trump-Intervention

Ein hämischer Social-Media-Post der Belgier auf die historische Polit-Farce sollte nach dem Schlusspfiff folgen. "Overturn this!" ("Hebt das auf!"), schrieb der Verband in Richtung US-Präsident Donald Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino. "Ich denke, es gibt immer irgendwie Gerechtigkeit im Leben", meinte Belgiens Mittelfeldmann Nicolas Raskin. Garcia berichtete, dass Balogun nach dem Schlusspfiff das Gespräch gesucht habe. "Es ist nicht sein Fehler (was passiert ist, Anm.). Er trägt keine Schuld, das habe ich ihm gesagt."

Balogun in Startelf, Belgien motiviert

Nach Diskussionen über seinen Einsatz bis zu Spielbeginn stand Balogun wenig überraschend in der Startelf. Der Monaco-Stürmer hatte sich im Turnierverlauf als einer der stärksten Akteure des Gastgebers präsentiert. Seine "Begnadigung" nach einem Telefonat zwischen Trump und Infantino löste bei Fußball-Experten Ärger und Fassungslosigkeit aus. Belgiens Fußballverband hatte mit Unverständnis auf die Entscheidung reagiert und weitere rechtliche Schritte angekündigt. US-Trainer Mauricio Pochettino sprach hingegen von einer fairen Entscheidung. Vorneweg: Balogun sollte in der Partie kein Faktor werden.

Belgien startet topmotiviert

Das belgische Team ging ob der Vorgeschichte offenbar topmotiviert ans Werk. Nach nicht einmal zehn Minuten verstummte der Großteil der 66.925 Zuschauer im Football-Stadion der Seattle Seahawks erstmals. Der in Belgiens Anfangsformation gerückte Raskin ließ mit einem kurzen Antritt im Strafraum drei Amerikaner stehen, De Ketelaere vollendete in der Mitte. Die Führung war auch zu diesem Zeitpunkt verdient. Timothy Castagne hatte schon nach 45 Sekunden das Kreuzeck anvisiert, US-Keeper Matt Freese musste eine Flugeinlage einlegen. Youri Tielemans ließ eine weitere Chance aus. Bei den Belgiern saßen neben Jeremy Doku auch die Altstars Kevin De Bruyne und Lukaku nur auf der Bank. Bitter für die Belgier war das Aus für Mittelfeldmann Amadou Onana aufgrund einer Knieverletzung.

Belgien macht Sack zu

Nach Seitenwechsel kamen die USA druckvoll aus der Kabine. Belgien verteidigte tief, legte mitten in der stärksten Phase der Hausherren nach einem Patzer von Freese aber dennoch nach. Der Schlussmann kam nach einem langen Ball auf De Ketelaere aus dem Tor, der Belgier brachte beim Klärungsversuch des Keepers noch den Fuß dazwischen. Vanaken traf an Ream vorbei ins leere Tor. Der angeschlagene Pulisic musste unmittelbar darauf vom Feld, der US-Elan war dahin. Chancen für eine spannende Schlussphase sollten noch kommen. Sebastian Berhalter schoss aber knapp daneben (79.), dann war Balogun einmal entwischt, Courtois jedoch unüberwindbar (82.). So traf nur noch Belgien: Der eingewechselte Lukaku nutzte einen weiteren Abwehrfehler zum Schlusspunkt.

US-Team selbstkritisch

"Jeder hat von Anfang an gesehen, dass wir nicht ins Spiel gekommen sind. Wir sind nie im Spiel gewesen. Selbst als wir getroffen haben, haben wir in der nächsten Aktion wieder ein Tor kassiert", haderte US-Coach Pochettino mit der Vorstellung seines Teams. "Belgien war besser, es war nicht unser Tag", so der Argentinier. "Das war nie die Leistung, die wir normal abrufen können." Die Debatte um Balogun habe keine Rolle gespielt, betonte Pochettino. "Wir waren heute nicht gut genug. Wir brauchen keine Entschuldigungen suchen."

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