"Endlich Schluss": Samuel Koch rührt in Monolog zu Tränen
Inhalt
- Samuel Koch „Endlich Schluss“: Ein Spiel mit Leben und Tod
- Samuel Koch: Schicksal und Rolle verschmelzen
- Vom Flop zur neuen Chance: Turrinis unvollendete Geschichte
Ein Theaterabend, der unter die Haut geht und lange nachwirkt: Mit Samuel Koch in „Endlich Schluss“ sorgt die Josefstadt aktuell für große Emotionen. Der Schauspieler zieht das Publikum mit voller Wucht in eine düstere Gedankenwelt. Zwischen schwarzem Humor und existenzieller Verzweiflung entsteht ein intensiver Abend, der niemanden kaltlässt.
Samuel Koch „Endlich Schluss“: Ein Spiel mit Leben und Tod
Autor Peter Turrini liefert mit „Endlich Schluss“ eine beklemmende Vorlage. Im Zentrum steht ein Journalist, der sich selbst verloren hat und einen radikalen Plan fasst. Er will bis 1000 zählen und danach sein Leben beenden. Die Inszenierung lebt von der Kraft des Monologs. Jede Zahl steigert die Spannung, jeder Satz trifft ins Mark. Das Publikum hält den Atem an.
Samuel Koch: Schicksal und Rolle verschmelzen
Mit Samuel Koch in „Endlich Schluss“ bekommt der Abend eine zusätzliche Wucht. Seit seinem schweren Unfall im Jahr 2010 bei „Wetten, dass..?“ sitzt Koch im Rollstuhl. Diese Realität verleiht seiner Darstellung enorme Tiefe. Denn im Stück geht es um einen Mann der sich komplett von der Außenwelt isoliert und sogar Computer, Uhren und Telefone aus seiner Wohnung verbannt. Mit jedem Tag wächst seine Verzweiflung bis er den Entschluss fasst Suizid zu begehen. Er beginnt bis tausend zu zählen ...
Eine Passage sorgt dabei für Gänsehaut: Kochs Figur zieht vor dem Suizid den Schluss, dass ein Sprung aus dem Fenster nicht infragekommen würde, denn er könnte überleben – und zum Invaliden werden. Schauspieler Samuel Koch sitzt seit einem Unfall im Dezember 2010 in der Live-Show "Wetten, das..?!" im Rollstuhl.
Vom Flop zur neuen Chance: Turrinis unvollendete Geschichte
Bereits 2002 sorgte Turrini mit „Da Ponte in Santa Fe“ für Schlagzeilen, allerdings als Misserfolg. Doch der Stoff ließ ihn nicht los. Mit „Was für ein schönes Ende“ greift er die Thematik erneut auf und entwickelt sie weiter. Ein spätes Comeback eines schwierigen Stoffs, der nun eine zweite Chance bekommt.