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Mirjam Weichselbraun in warmer Winterjacke auf einer Bühne, spricht ins Mikrofon – sie sorgt mit einem ungewöhnlichen Expeditions-Geschenk für Aufsehen.
Miriam Weichselbraun zeigt auf Instagram die Shewee – ein Gadget für ihre Polarexpedition.
Miriam Weichselbraun zeigt auf Instagram die Shewee – ein Gadget für ihre Polarexpedition.
APA-Images / EXPA / Stefan Adelsberger

Huch! Miriam Weichselbraun braucht Pinkelhilfe

15.01.2026 um 12:31, Anna Kirschbaum
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ORF-Star Mirjam Weichselbraun sorgt mit der Shewee für Aufsehen. Was zunächst unangenehm klingt, hat einen ziemlich coolen Hintergrund.

Mirjam Weichselbraun hat auf Instagram ein Geschenk präsentiert, das so gar nichts mit Glitzer, Duft oder Romantik zu tun hat – und gerade deshalb für umso größere Aufmerksamkeit sorgt. In ihrem jüngsten Post hält die ORF-Moderatorin eine „Shewee“ in die Kamera, ein Hilfsmittel, das Frauen das Stehpinkeln ermöglicht. Ihre Freunde hätten ihr das praktische Stück Plastik überreicht.

„Da hat jemand an mich gedacht“

„Schaut nach einem Spaß-Geschenk aus. Ist es aber nicht, sondern zeigt, dass da jemand an mich denkt“, schreibt Weichselbraun zu ihrem Posting. Denn wer jetzt glaubt, das Ganze sei ein Ulk, liegt daneben. Die Shewee ist ein ernstgemeintes Gadget, vor allem, wenn man sich auf extreme Bedingungen vorbereitet. Sie ist leicht, hygienisch und in Expeditionsteams längst erprobt. Kurz gesagt: Ein Werkzeug mit klarer Funktion und einer Prise Feminismus.

Vorbereitung auf das Abenteuer im Eis

Der Grund für das ungewöhnliche Präsent: Weichselbraun plant im März eine Polar-Expedition. „Die Sache ist: Ich mag Wärme, ich mag Komfort. Eine Polar-Expedition im März macht deshalb total Sinn. NOT“, schreibt sie ironisch. Sie wolle sich selbst herausfordern und endlich Projekte umsetzen, statt sie zu verschieben. „Socken sind gepackt. Irgendwelche Tipps?“, fragt sie ihre Follower. Zwischen Mut, Selbstironie und kaltem Wind wird aus dem kuriosen Geschenk eine kleine Lektion in Pragmatismus.

Warum Pinkeln im Eis zur Herausforderung wird

So banal es klingt: In der Arktis ist Urinieren ein Sicherheitsrisiko. Urin verlässt den Körper mit rund 37 Grad und gefriert erst, wenn er auf Eis trifft. Doch bei minus 30 Grad und Wind kann das blitzschnell gehen. Besonders Frauen sind beim Wasserlassen verletzungsgefährdet. Beim Hinhocken ist mehr Haut der Kälte ausgesetzt, Spritzer können anfrieren, nasse Kleidung entzieht Wärme. Eine Urinierhilfe wie die Shewee verhindert das. Sie hält trocken, spart Zeit und schützt vor Erfrierungen – praktische Emanzipation in Extremlagen, sozusagen.

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