„Bonanza“-Star wäre heute 90: So tragisch war sein Tod
- Gut drei Monate zwischen Diagnose und Tod
- Vom Little Joe zum Serienmacher
- Überlebenschancen bleiben gering
Am 31. Oktober 2026 wäre Michael Landon 90 Jahre alt geworden. Der Schauspieler starb am 1. Juli 1991 gegen 13.20 Uhr mit nur 54 Jahren, laut „Bunte“ an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Bekannt ist Landon bis heute aus zwei Fernsehklassikern: „Bonanza“ und „Unsere kleine Farm“.
Gut drei Monate zwischen Diagnose und Tod
Die Diagnose erhielt Landon Anfang April 1991, zu diesem Zeitpunkt hatte der Tumor bereits auf die Leber übergegriffen. Bis zu seinem Tod blieben ihm gut drei Monate. Am 18. April begann er eine Chemotherapie, Anfang Mai folgte eine experimentelle Behandlung mit einem Krebsmedikament.
Die Nachricht von seiner Erkrankung wollte er selbst verbreiten: Er bat Journalisten zu sich nach Hause. Melissa Gilbert erinnerte sich später: „Es war so typisch für ihn, die Nachrichten zu seinen eigenen Bedingungen zu überbringen und zu versuchen, die Boulevardzeitungen davon abzubringen, Gerüchte zu drucken“.
Am 9. Mai 1991 war er in Johnny Carsons „Tonight Show“ zu Gast, sichtlich von der Krankheit gezeichnet. Sein letztes Wochenende verbrachte er auf seiner Ranch, umgeben von Ehefrau Cindy, allen neun Kindern und engen Vertrauten. Kurz vor dem Ende bat Landon laut seinem langjährigen Freund und Geschäftspartner Kent McCray darum, mit Cindy allein gelassen zu werden.
Vom Little Joe zum Serienmacher
Ab 1959 verkörperte Landon in „Bonanza“ den jüngsten Cartwright-Sohn Little Joe, insgesamt stand er für 430 Folgen vor der Kamera. Ab Herbst 1974 spielte er in „Unsere kleine Farm“ Familienvater Charles Ingalls. Bei dieser Serie war er zugleich Produzent, Drehbuchautor und Regisseur. Ab 1984 folgte „Ein Engel auf Erden“.
Nach fast 35 Jahren bei NBC ging Landon zu CBS. Dort entstand noch der Pilotfilm für die geplante Serie „Us“ – seine letzte Arbeit vor der Kamera. Fortgesetzt wurde das Projekt nicht.
Überlebenschancen bleiben gering
Nach Angaben der „National Pancreatic Cancer Foundation“ lag die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Bauchspeicheldrüsenkrebs damals bei etwa vier Prozent. Inzwischen ist sie auf rund zehn bis 13 Prozent gestiegen – und gehört trotzdem weiterhin zu den niedrigsten bei häufigen Krebsarten.