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Königin Mette-Marit von Norwegen mit rosafarbenem Hut bei einem öffentlichen Auftritt
Mette-Marit ist nach der Thronbesteigung von König Haakon VIII. neue Königin von Norwegen.
Mette-Marit ist nach der Thronbesteigung von König Haakon VIII. neue Königin von Norwegen.
APA-Images / Action Press / Dutch Press Photo Agency

Mette-Marit: Das ist die neue Königin von Norwegen

28.08.2026 um 15:31, Stefanie Hermann
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Nach dem Tod von König Harald V. ist Mette-Marit neue Königin von Norwegen. Krankheit und familiäre Skandale überschatten ihre neue Rolle.

Mit dem Tod von König Harald V. beginnt für Norwegens Königshaus eine neue Ära. Haakon übernimmt den Thron als König Haakon VIII. und an seiner Seite steht eine Frau, deren Weg ins Königshaus alles andere als gewöhnlich verlaufen ist. Mette-Marit ist mit 53 Jahren Königin von Norwegen. Ihre neue Rolle beginnt allerdings zu einem Zeitpunkt, an dem gesundheitliche Probleme und familiäre Belastungen große Fragen aufwerfen.

Mette-Marit ist jetzt Königin von Norwegen

Aus der bisherigen Kronprinzessin ist Königin Mette-Marit geworden. Mit Haakons Thronbesteigung steht sie damit als Königin an der Seite des neuen Monarchen.

Der Rollenwechsel kommt nur wenige Tage nach einem persönlichen Jubiläum. Am 25. August haben Haakon und Mette-Marit ihre Silberhochzeit gefeiert. Seit ihrer Hochzeit im Jahr 2001 haben sie Seite an Seite zahlreiche Krisen durchgestanden. Mit der Regentschaft von König Haakon VIII. beginnt für das Paar erneut ein völlig neues Kapitel.

Ihr Weg in den Palast sorgt für Aufsehen

Eine klassische royale Biografie hat Mette-Marit nie gehabt. Sie ist am 19. August 1973 in Kristiansand geboren und wächst als jüngstes von vier Kindern auf. Bevor sie Haakon kennenlernt, führt sie ein Leben weit entfernt vom norwegischen Königshof. 

Ende der 1990er-Jahre verliebt sich Haakon in die bürgerliche Mette-Marit. Die Beziehung sorgt für Widerstand. Als alleinerziehende Mutter bringt sie eine Vergangenheit mit, über die später öffentlich heftig diskutiert wird. Besonders Mette-Marits frühere Partyzeit und ihre Erfahrungen mit Drogen werden zum Thema. Kurz vor der Hochzeit geht sie selbst an die Öffentlichkeit und spricht offen über diese Jahre. „Ich habe sehr ausschweifend gelebt“, sagt sie damals. „Ich distanziere mich von Drogen.“

Haakon hält trotz Kritik zu Mette-Marit

Haakon lässt sich von der öffentlichen Debatte nicht von seiner Entscheidung abbringen. Im Dezember 2000 verlobt sich das Paar, im August 2001 folgt die Hochzeit. Auch König Harald stellt sich hinter seine zukünftige Schwiegertochter. „Ich finde, du bist eine ungewöhnliche Frau. Ungewöhnlich engagiert, ungewöhnlich mutig“, sagt er über Mette-Marit.

Inzwischen sind Haakon und Mette-Marit seit mehr als 25 Jahren ein Paar. Neben Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby haben sie zwei gemeinsame Kinder: Ingrid Alexandra und Sverre Magnus. Tochter Ingrid Alexandra ist mit der Thronbesteigung ihres Vaters nun Kronprinzessin und steht an erster Stelle der norwegischen Thronfolge.

Schwere Krankheit überschattet ihre neue Rolle

Ob Mette-Marit ihre Aufgaben als Königin in vollem Umfang wahrnehmen kann, ist allerdings ungewiss. Sie leidet an Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung, bei der das Lungengewebe zunehmend vernarbt. Im Juni hat sie eine Lungentransplantation erhalten. Von dem schweren Eingriff ist die neue Königin weiterhin geschwächt. Zuletzt ist sie in der Öffentlichkeit auch mit einem Atemgerät zu sehen gewesen.

Die gesundheitliche Situation wird damit unmittelbar zu einer Herausforderung für das neue Königspaar. ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior formuliert die Zweifel deutlich: „Es gibt große Sorge, ob Mette-Marit ihre Rolle als Königin wird ausfüllen können.“ Nach Einschätzung der Expertin dürfte sie vorerst nicht mit voller Kraft an Haakons Seite stehen können.

Auch alte und neue Skandale belasten die Königin

Neben ihrer Gesundheit begleiten Königin Mette-Marit weitere schwierige Themen in ihre neue Rolle. Besonders ihre frühere Verbindung zum verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat zuletzt erneut für Kritik gesorgt. Veröffentlichte E-Mails haben einen jahrelangen Kontakt gezeigt. Mette-Marit hat ihre Verbindung später öffentlich bereut.

Hinzu kommen die Probleme um ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby. Er ist im Juni unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Marius gehört nicht zum Königshaus und steht nicht in der norwegischen Thronfolge.

Für Mette-Marit beginnt die schwierigste Aufgabe

Aus der Bürgerlichen, deren Beziehung zum Thronfolger einst für heftige Diskussionen gesorgt hat, ist nun tatsächlich Königin Mette-Marit von Norwegen geworden. Doch der Titel allein entscheidet nicht darüber, welche Rolle sie in der neuen Regentschaft spielen kann.

Ihre Gesundheit setzt Grenzen, familiäre Affären belasten das Königshaus und Haakon muss nach mehr als 35 Jahren Regentschaft seines Vaters eine neue Ära prägen. Für Mette-Marit beginnt damit ausgerechnet in einer besonders schwierigen Phase jene Aufgabe, auf die ihr Leben im norwegischen Königshaus seit 25 Jahren zugelaufen ist.

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