Urteil gefallen: Marius Borg Høiby muss ins Gefängnis
Inhalt
- Marius Borg Høiby: Urteil und Hintergrund
- Prozess gegen Marius Borg Høiby: Schwere Vorwürfe und erschütternde Aussagen
- Sorge um Mette-Marit: Kronprinzessin kämpft mit schwerer Krankheit
Ein Urteil, das Norwegen erschüttert: Marius Borg Høiby, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, ist am Montag vom Bezirksgericht in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den 29-Jährigen in zwei von vier Vergewaltigungsfällen schuldig. Darüber hinaus wurde Høiby wegen Gewalt in engen Beziehungen, Drohungen, Drogen- und Verkehrsdelikten sowie weiterer Straftaten verurteilt.
Insgesamt musste sich Marius Borg Høiby wegen 40 Anklagepunkten vor Gericht verantworten. In 34 Fällen wurde er schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert. Zusätzlich wurde Høiby zu hohen Entschädigungszahlungen an mehrere Frauen verurteilt.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob der 29-Jährige Berufung einlegen wird, war zunächst unklar.
Marius Borg Høiby: Urteil und Hintergrund
Marius Borg Høiby ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer Beziehung vor ihrer Hochzeit mit Kronprinz Haakon. Obwohl er regelmäßig bei öffentlichen Auftritten der Königsfamilie zu sehen war, gehört er nicht offiziell dem norwegischen Königshaus an und besitzt keinen royalen Titel.
Dennoch stand Marius Borg Høiby seit seiner Kindheit im Rampenlicht. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entwickelten sich in den vergangenen Monaten zu einer schweren Belastung für die norwegische Monarchie und sorgten international für Schlagzeilen.
Prozess gegen Marius Borg Høiby: Schwere Vorwürfe und erschütternde Aussagen
Der Prozess gegen Marius Borg Høiby begann Anfang Februar 2026 und dauerte mehr als sechs Wochen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm unter anderem vier Vergewaltigungen vor. Die mutmaßlichen Opfer sollen zum Zeitpunkt der Taten geschlafen oder bewusstlos gewesen sein.
Daneben standen Vorwürfe wegen Körperverletzung, häuslicher Gewalt, Bedrohungen, Verstößen gegen Kontaktverbote, Drogendelikten und Verkehrsvergehen im Raum. Høiby bestritt die schwerwiegendsten Anschuldigungen, räumte jedoch mehrere andere Straftaten ein.
Besonders großes Aufsehen erregten die Aussagen mehrerer Frauen, die vor Gericht von Gewalt, Kontrolle und Einschüchterung berichteten.
Sorge um Mette-Marit: Kronprinzessin kämpft mit schwerer Krankheit
Die Verurteilung ihres Sohnes trifft Kronprinzessin Mette-Marit in einer ohnehin schwierigen Zeit. Die 52-Jährige leidet seit 2018 an einer seltenen Form der Lungenfibrose. In den vergangenen Wochen hatte sich ihr Gesundheitszustand deutlich verschlechtert.
Mittlerweile steht die Kronprinzessin auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Mehrfach hatte Marius Borg Høiby versucht, mit Verweis auf die Erkrankung seiner Mutter aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Die zuständigen Gerichte lehnten seine Anträge jedoch ab.
Während Mette-Marit um ihre Gesundheit kämpft, muss ihr Sohn nun eine mehrjährige Haftstrafe antreten. Für das norwegische Königshaus bedeutet das Urteil gegen Marius Borg Høiby einen weiteren schweren Rückschlag.