Königshaus im Sumpf: Mette-Marits Sohn wieder verhaftet
- Eilmeldung aus Oslo: Erneute Festnahme vor Prozessbeginn
- 38 Anklagepunkte: Von Drogen bis hin zu Vergewaltigungsvorwürfen
- Doppel-Skandal: Mette-Marits Name in den Epstein-Akten
Nur einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Prozessauftakt wurde Mette-Marits Sohn verhaftet. Marius Borg Høiby (29) muss sich ab Dienstag in Oslo wegen einer langen Liste schwerwiegender Delikte verantworten. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.
Eilmeldung aus Oslo: Erneute Festnahme vor Prozessbeginn
Am Sonntagabend überschlugen sich die Ereignisse: Marius Borg Høiby wurde in Oslo festgenommen. Seine Anwältin bestätigte der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, dass eine vierwöchige Untersuchungshaft beantragt wurde. Laut Polizeiangaben besteht der Verdacht auf Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot.
Dieser Vorfall überschattet den eigentlichen Prozessauftakt am Dienstag. Die Anklage wiegt schwer: Insgesamt 38 Punkte werden Høiby vorgeworfen, darunter vier mutmaßliche Vergewaltigungen und schwere psychische Misshandlung früherer Partnerinnen. Ihm drohen bis zu 16 Jahre Haft. Seine Verteidiger erklärten im Vorfeld, er wolle aussagen und „hebt sich seine Sicht der Dinge für das Gericht auf“.
38 Anklagepunkte: Von Drogen bis hin zu Vergewaltigungsvorwürfen
Seit den ersten Ermittlungen im Jahr 2024 ist die Liste der Vorwürfe stetig gewachsen. Neben massiver Gewalt gegen Frauen geht es auch um erhebliche Drogendelikte. So soll Høiby 3,5 Kilogramm Marihuana transportiert haben. Der Sohn der Kronprinzessin zeigte sich teilweise geständig und gab zu, unter Kokain- und Alkoholeinfluss gehandelt zu haben: „Ich habe seit Langem Drogenprobleme“, gestand er bereits im Sommer 2024. Die schwerwiegendsten Vorwürfe der sexuellen Gewalt bestreitet er jedoch vehement.
Doppel-Skandal: Mette-Marits Name in den Epstein-Akten
Während Mette-Marits Sohn verhaftet wurde, gerät die Kronprinzessin selbst durch die Veröffentlichung der Epstein-Akten ins Kreuzfeuer. Ihr Name taucht darin hunderte Male auf. Mette-Marit räumte Kontakte zwischen 2011 und 2013 ein und erklärte am Wochenende: „Es ist einfach peinlich“. Sie bedauere zutiefst, „Epsteins Hintergrund nicht besser geprüft“ zu haben und sprach den Opfern ihr Mitgefühl aus.
Auch Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre fand deutliche Worte und stimmte der Kronprinzessin zu: „Die Kronprinzessin hat selbst erklärt, ein schlechtes Urteilsvermögen bewiesen zu haben – dem stimme ich zu“. Brisante E-Mails, in denen Mette-Marit scherzte, dass „Skandinavierinnen die besseren Ehefrauen“ seien, während Epstein Paris für „Ehebruch“ empfahl, sorgen für zusätzliche Empörung. Dass die Kronprinzessin zum Prozessauftakt ihres Sohnes eine private Reise antrat, wird in Norwegen vielfach als Flucht vor der Verantwortung gewertet.