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MaxaMillion am Balkon/ MaxaMillion hat Geld vom Balkon geworfen
MaxaMillion hat es für seine Fans Geld regnen lassen.
MaxaMillion hat es für seine Fans Geld regnen lassen.
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MaxaMillion über Geldregen: Das spielte sich am Balkon ab

05.03.2026 um 11:24, Jovana Borojevic
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10.000 Euro flogen von einem Balkon auf die Mahü – unten drängten sich Hunderte Menschen. Jetzt verrät MaxaMillion, was sich in diesem Moment in ihm abspielte.

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MaxaMillion hat mit seiner neuesten Aktion für Furore in Wien gesorgt: 10.000 Euro regneten plötzlich von einem Balkon auf die Wiener Mariahilfer Straße, und binnen Sekunden versammelten sich hunderte Menschen darunter. Die spektakuläre Aktion des Wiener Unternehmers sorgte für Begeisterung, Kritik und eine hitzige Debatte im Netz. Im Interview mit weekend.at spricht er nun darüber, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat und warum es jetzt Gratis-Socken im Shop gibt.

Maxamillion: Die Idee hinter der Geldregen-Aktion

Wie ist es zu der Aktion gekommen? Was war deine Intention dahinter?
Max Weißenböck: Die Idee war eigentlich ziemlich simpel: Ich wollte möglichst viele neue Menschen erreichen und ihnen einen kleinen Anreiz geben, Gamechanger Socks kennenzulernen. Wir haben bei unseren Socken eine Returning-Customer-Rate von über 60 %. Das heißt: Wenn jemand sie einmal ausprobiert, kauft der Großteil danach wieder. Unser größtes Problem ist also nicht, Menschen zu überzeugen – sondern sie einmal dazu zu bringen, sie überhaupt zu testen. Und genau dafür war die Aktion da. 

Jetzt gibt es zum Beispiel die nächste Aktion: Die Socken im Shop gibt es für einen Monat gratis (seit 1.03.), damit jeder das Produkt selber testen kann, bevor er sich entscheidet, ob er Geld dafür ausgeben möchte.

Hattest du Bedenken wegen der Aktion, vor allem was die Sicherheit betrifft?
Max Weißenböck: Natürlich habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Deshalb habe ich im Vorhinein eine professionelle Sicherheitsfirma engagiert. Es waren mehrere Sicherheitskräfte vor Ort – einige davon auch mit militärischem oder polizeilichem Hintergrund – die sich unauffällig in der Menge befanden. Zum Glück musste niemand eingreifen. Es gab zwar etwas Gedränge, aber es wurde niemand verletzt und alles ist friedlich abgelaufen.

Maxamillion über den Moment am Balkon

Welche Reaktionen hast du erwartet?
Max Weißenböck: Mir war klar, dass so eine Aktion polarisieren wird. Wenn jemand Geld vom Balkon wirft, werden manche das feiern – andere werden es kritisieren. Und ehrlich gesagt: Genau dadurch entsteht Aufmerksamkeit. Ich habe damit gerechnet, dass manche Medien oder Kommentare kritisch sein werden – aber genau diese Diskussion sorgt auch dafür, dass unglaublich viele Menschen überhaupt erst von Gamechanger Socks hören.

Was hast du gedacht oder gefühlt, als du oben am Balkon gestanden bist und die Menschenmenge gesehen hast?
Max Weißenböck: Es waren viel mehr Menschen dort als wir erwartet hatten – und das war schon ein surrealer Moment. Ich habe mir das Wochen vorher im Kopf vorgestellt und plötzlich stehst du dort oben und siehst tausende Menschen wirklich vor dir stehen. Für mich war das weniger Stolz, sondern eher ein Gefühl von Selbstwirksamkeit – also zu sehen, dass Ideen, die man im Kopf hat, tatsächlich Realität werden können.

Maxamillion: "Das war kein Privatgeld"

Die Aktion hat polarisiert – manche feiern dich, andere nennen dich „Snob“. Was sagst du dazu?
Max Weißenböck: Ich glaube, viele Menschen haben zuerst gedacht, ich werfe da mein Privatgeld aus dem Fenster. In Wirklichkeit war das Marketingbudget meiner Firma. Und das Bild der Verschwendung war bewusst gewählt – weil genau dieses Bild Aufmerksamkeit erzeugt und Diskussionen auslöst. Mit diesen 10.000 Euro haben wir wahrscheinlich mehr Menschen erreicht als mit vielen klassischen Werbekampagnen.

Die Preise steigen und viele Österreicher haben finanzielle Sorgen. Hat man da Hemmungen, Geld aus dem Fenster zu werfen?
Max Weißenböck: Ich verstehe, warum diese Frage gestellt wird. Aber man muss hier zwei Dinge unterscheiden: Das war kein Privatgeld, sondern Marketingbudget meiner Firma. Dieses Budget wird sowieso für Werbung eingesetzt – egal ob online, auf Plakaten oder eben mit einer ungewöhnlichen Aktion. Der Unterschied ist nur: Mit diesen 10.000 Euro haben wir wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit erzeugt als viele klassische Kampagnen mit dem gleichen Budget.

Man hätte das Geld ja auch einfach auf der Straße verteilen können. Warum vom Balkon werfen?
Max Weißenböck:  Weil das Bild einfach viel stärker ist. Die Vorstellung, Geld aus dem Fenster zu werfen, hat etwas sehr Kindliches – fast jeder hat sich das irgendwann einmal vorgestellt. Und genau dieses Bild erzeugt Aufmerksamkeit. Wenn ich einfach unten auf der Straße gestanden und Geld verteilt hätte, wäre es wahrscheinlich eine nette Aktion gewesen – aber niemand hätte darüber gesprochen.

Maxamillion über den Reiz an extremen Situationen

Du hast schon öfter mit Aktionen polarisiert. Was geben dir persönlich diese extremen Situationen?
Max Weißenböck: Ich sehe Marketing ein bisschen als meine Kunstform. Mir macht es unglaublich viel Freude, Emotionen zu erzeugen und Ideen aus meinem Kopf in der realen Welt umzusetzen. Manche Aktionen haben auch eine Botschaft. Zum Beispiel habe ich mir einmal den Mund zunähen lassen, um auf Suizidalität bei Männern aufmerksam zu machen – als Zeichen für jene, die sonst schweigen.

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