Drei Spitäler in wenigen Monaten: Volksmusik-Star kämpft sich zurück
Große Sorgen um eine echte steirische Volksmusik-Legende: Das erste Halbjahr 2026 entwickelte sich für Fritz Willingshofer zu einer dramatischen Abfolge gesundheitlicher Rückschläge. Der 77-Jährige, der als „Stoani-Fritz“ mit der Musikgruppe Die Stoakogler über Jahrzehnte hinweg riesige Erfolge feierte, musste wegen schwerer gesundheitlicher Vorfälle gleich mehrfach im Spital behandelt werden. Eine Schreckensmeldung jagte dabei die nächste, doch der Musiker beweist enormen Kampfgeist.
Drei extreme Fälle im Krankenhaus
Die gesundheitliche Leidenszeit begann für den Obersteirer im Februar 2026 mit einem leichten Schlaganfall, wie die Krone berichtet. Das blieb jedoch nicht der einzige Schock für den Musiker: Bei den darauf folgenden Routineuntersuchungen stießen die Ärzte zusätzlich auf einen Hirntumor. Zu dieser ohnehin schon schweren Krankheit gesellte sich kurz vor Ostern auch noch ein schwerer Traktorunfall.
Trotz der dramatischen Diagnose bezüglich des Schlaganfalls gab es rasch Entwarnung: Durch die schnelle medizinische Behandlung blieben laut den behandelnden Ärzten glücklicherweise keine dauerhaften Schäden zurück.
Hirntumor-Operation erfolgreich über die Nase entfernt
Besonders die Diagnose des Tumors im Kopf sorgte im Umfeld des Musikers für Bestürzung. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Gewächs im Gehirn um einen gutartigen sogenannten Hypophysentumor. Die komplizierte, dreistündige Operation wurde im Klinikum Graz durchgeführt, wobei der Tumor minimalinvasiv über die Nase entfernt werden konnte.
Bereits einen Tag nach dem schweren Eingriff stand der zähe Steirer wieder auf den Beinen und konnte das Klinikum nach nur sechs Tagen wieder verlassen. Nach dem überstandenen Eingriff zeigte sich der Volkstums-Star schon wieder gewohnt humorvoll: „Nach der Operation habe ich mich gefragt, ob ich nun einen Hohlraum im Kopf habe“, so Willingshofer gegenüber der Krone.
Erzwungene Pause nach Traktorunfall
Der jüngste Rückschlag ereignete sich kurz vor den Osterfeiertagen, als sich Willingshofer bei einem Unfall mit dem Traktor fünf Rippen brach. Diese Verletzung zwingt den 77-Jährigen nun endgültig in die Knie: Seine Ärzte verordneten ihm eine strikte, zweimonatige Ruhepause und Schonung. Während dieser Phase darf er weder an seiner geliebten Drechslermaschine arbeiten noch Blasinstrumente spielen.
Trotz der harten Monate fand der Musiker emotionale Worte des Dankes für das gesamte medizinische Personal, die Pfleger und die Reinigungskräfte der drei besuchten Krankenhäuser. Besonders die einfühlsame Aufklärung vor den Eingriffen habe ihm in dieser schweren Zeit der Krankheit geholfen.
Die Stoakogler: Jahrzehnte des Erfolgs
Gemeinsam mit seinen Brüdern Hans und Reinhold gründete Fritz Willingshofer im Jahr 1968 das legendäre Stoakogler Trio. Mit ihrem Megahit „Steirermen san very good“ spielten sie sich in die Herzen von Millionen Fans im gesamten deutschsprachigen Raum. Nach rund 43 Jahren auf der Bühne verabschiedete sich die steirische Kult-Band im Jahr 2011 offiziell in den wohlverdienten Ruhestand.
Abgesehen von zwei umjubelten Konzerten anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums im Jahr 2018 blieb es auf den großen Showbühnen ruhig um die Musiker. In ihrer Freizeit widmen sich die Brüder seither entspannteren Hobbys wie dem Karten spielen, Kegeln oder eben dem Drechseln, das Fritz Willingshofer für sich entdeckt hat.