"Mausi" spricht Klartext: "Richard Lugner musste nie perfekt sein"
- Richard-Lugner-Park in Wien abgelehnt
- Nach Simone Lugner meldet sich „Mausi“
- Mausi Lugner: „Richard hätte diese Anerkennung verdient“
- So erinnert sich Christina Lugner an ihren Ex-Mann
- Richard Lugner war „nicht immer bequem“
- „Richard Lugner musste nie perfekt sein“
Die Debatte um den abgelehnten Richard-Lugner-Park in Wien geht weiter. Nachdem bereits Simone Lugner auf die Entscheidung reagiert hatte, meldet sich nun auch Christina „Mausi“ Lugner zu Wort. Die Ex-Frau des 2024 verstorbenen Richard Lugner findet deutliche Worte und erklärt, warum der Society-Baumeister die geplante Ehrung aus ihrer Sicht verdient hätte.
Richard-Lugner-Park in Wien abgelehnt
Eine Grünfläche am Grinzinger Platz in Wien-Döbling sollte nach Richard Lugner benannt werden. Der entsprechende Antrag für einen Richard-Lugner-Park wurde jedoch abgelehnt.
Laut einem von Simone Lugner auf Instagram geteilten Beitrag wurden als Gründe ein angeblich „problematischer Umgang mit Frauen“ sowie vermeintliche Homophobie genannt. Die Witwe reagierte darauf bereits emotional und verteidigte ihren verstorbenen Ehemann. „Es macht mich traurig, aus welchen Gründen der Antrag abgelehnt wurde“, schrieb sie.
Nach Simone Lugner meldet sich „Mausi“
Nun schaltet sich auch Christina „Mausi“ Lugner in die Diskussion ein. Die Ex-Frau des Society-Baumeisters zeigt sich gegenüber „Heute“ enttäuscht über das Aus für die geplante Ehrung und erinnert daran, welche Spuren Richard Lugner aus ihrer Sicht in Wien hinterlassen hat.
„Richard Lugner war kein Mensch, den man einfach vergessen kann. Und schon gar nicht jemand, der in Wien spurlos verschwunden ist“, sagt sie gegenüber „Heute“.
Mausi Lugner: „Richard hätte diese Anerkennung verdient“
Für Mausi Lugner steht in der aktuellen Debatte vor allem das jahrzehntelange Wirken ihres Ex-Mannes in Wien im Mittelpunkt. Sie verweist darauf, dass Lugner gebaut und investiert, Arbeitsplätze geschaffen und die Wiener unterhalten habe.
„Er hat diese Stadt geliebt – und Wien hat durch ihn viel bekommen“, erklärt sie gegenüber „Heute“. Mit dem Aus für den Richard-Lugner-Park kann sie sich deshalb nicht anfreunden. Ihre Haltung bringt sie deutlich auf den Punkt: „Richard hätte diese Anerkennung verdient."
So erinnert sich Christina Lugner an ihren Ex-Mann
Christina Lugner spricht dabei auch über den Menschen, den sie selbst erlebt hat. Gegenüber „Heute“ beschreibt sie ihren Ex-Mann als jemanden mit „enormer Energie“, einem „großen Herzen“ und einer „unglaublichen Leidenschaft für Wien“.
Damit schlägt sie in der aktuellen Diskussion einen ähnlich persönlichen Ton an wie Simone Lugner. Die Witwe hatte nach Bekanntwerden der Ablehnung betont: „Richard war immer gut und respektvoll zu mir, und zu Menschen die wir trafen.“ Auch den im geteilten Beitrag genannten Homophobie-Vorwurf wies Simone entschieden zurück.
Richard Lugner war „nicht immer bequem“
„Mausi“ verschweigt allerdings auch die Ecken und Kanten ihres Ex-Mannes nicht. Richard Lugner sei laut und provokant gewesen und „sicher nicht immer bequem“, räumt sie ein. Gerade seine polarisierende Art gehörte für sie zu jener Persönlichkeit, die Wien über Jahrzehnte beschäftigte.
„Man konnte über ihn lachen, sich über ihn ärgern oder mit ihm diskutieren – aber gleichgültig ließ er niemanden“, sagt sie gegenüber „Heute“.
„Richard Lugner musste nie perfekt sein“
Während Simone Lugner vor allem die gegen ihren verstorbenen Ehemann genannten Vorwürfe kritisiert hatte, stellt Christina „Mausi“ Lugner dessen Bedeutung für Wien in den Mittelpunkt. Trotz aller Ecken und Kanten hätte Richard Lugner die geplante Würdigung aus ihrer Sicht verdient.
Ihr Fazit fällt emotional aus: „Richard Lugner musste nie perfekt sein, um unvergessen zu bleiben.“