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Massive Attack bei einem Konzert mit einer politischen Botschaft zum Gazastreifen auf der Großleinwand. Der Auftritt in Singapur führte später zu einem Polizeieinsatz und einem Einreiseverbot für Bandmitglieder.
Massive Attack sorgte bei einem Konzert in Singapur mit einer Palästina-Botschaft und einer Palästina-Flagge für einen Eklat. Nach dem Auftritt wurden zwei Bandmitglieder verwarnt und mit einem Einreiseverbot belegt.
Massive Attack sorgte bei einem Konzert in Singapur mit einer Palästina-Botschaft und einer Palästina-Flagge für einen Eklat. Nach dem Auftritt wurden zwei Bandmitglieder verwarnt und mit einem Einreiseverbot belegt.
APA-Images / EPA / WAEL HAMZEH

Wegen Palästina-Fahne: Band nach Auftritt festgenommen

03.08.2026 um 12:27, Jovana Borojevic
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Massive Attack wurde nach einem Konzert in Singapur von der Polizei festgehalten. Auslöser war eine Palästina-Flagge auf der Bühne.

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Was als umjubelter Konzertabend begann, endete für Massive Attack mit einem Polizeieinsatz. Nach ihrem Auftritt in Singapur wurde die britische Trip-Hop-Band von der Polizei festgehalten. Auslöser war eine Palästina-Flagge, die während der Show auf der Bühne gezeigt wurde.

Massive Attack in Singapur: Konzert endet mit Polizei-Einsatz

Am 29. Juli 2026 stand Massive Attack im Star Theatre in Singapur auf der Bühne. Die britische Kultband begeisterte ihre Fans mit ihren größten Hits. Doch der Konzertabend sorgte nicht nur musikalisch für Schlagzeilen.

Wenige Stunden nach der Show wurde es ernst: Die Musiker berichteten auf Instagram, dass ihre gesamte Tour-Crew beziehungsweise Band nach dem Auftritt von der Polizei festgehalten worden sei. Nach eigenen Angaben seien die Mitglieder voneinander getrennt befragt worden. Teilweise seien zudem Hotelzimmer durchsucht und Reisepässe vorübergehend eingezogen worden. Massive Attack sprach später von einer „surrealen Erfahrung“.

Palästina-Flagge bei Massive-Attack-Konzert löst Ermittlungen aus

Hintergrund des Polizeieinsatzes war eine politische Geste während des Konzerts. Die Bandmitglieder Robert Del Naja ("3D") und Grant Marshall ("Daddy G") hielten auf der Bühne eine Palästina-Flagge hoch. Außerdem war der Ruf „Free Palestine“ zu hören.

In ihrem Statement erklärte die Band, sie habe nicht damit gerechnet, dass das Zeigen der Flagge eines Staates, der nach ihren Angaben von 157 Ländern anerkannt wird, gegen das Gesetz verstoßen könnte. Massive Attack bekräftigte zugleich ihre Unterstützung für die palästinensische Bevölkerung.

Die Behörden sehen den Vorfall anders. In Singapur gelten strenge Vorschriften für das öffentliche Zeigen ausländischer Nationalflaggen. Ohne entsprechende Genehmigung ist dies untersagt. Die Regierung begründet diese Regeln mit dem Schutz des gesellschaftlichen und religiösen Friedens.

Massive Attack erhält Verwarnung und Einreiseverbot für Singapur

Die Singapore Police Force bestätigte Ermittlungen gegen die beiden Bandmitglieder. Am Ende sprach die Polizei förmliche Verwarnungen gegen Robert Del Naja und Grant Marshall aus.

Zusätzlich verhängten die Behörden ein dauerhaftes Einreiseverbot gegen beide Musiker. Auch künftige Auftritte von Massive Attack in Singapur dürften ausbleiben: Nach Angaben der Medienbehörde sollen keine weiteren Konzertgenehmigungen für die Band mehr erteilt werden.

Massive Attack bedankte sich trotz der Ereignisse bei den Fans in Singapur für den Empfang und beendete das Instagram-Statement mit den Worten: „As we were saying ... Free Palestine.“

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