Luke Mockridge: Erstes Statement nach Vergewaltigungsvorwürfen

Luke Mockridge hat sein langes Schweigen gebrochen. In einem Video auf Instagram äußert sich der deutsche Comedian zum ersten Mal zu den schweren Vorwürfe seiner ehemaligen Partnerin. Diese hatte Anfang des Jahres in einem Podcast erzählt, dass Luke während ihrer Beziehung versucht hatte, gegen ihren Willen mit ihr zu schlafen. Diese Meldung erregte vor allem in den sozialen Medien große Aufmerksamkeit. Unter dem Hashtag #konsequenzenfürluke forderten viele eine Strafe für Luke und feindeten ihn öffentlich an. Vor allem das Statement, das vom Sender Sat.1 nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe herausgegeben wurde, sorgte für zusätzlichen Ärger. „Es gibt aus guten Gründen kein juristisches Verfahren gegen Luke. Einen Menschen aufgrund von Gerüchten in den sozialen Netzwerken an den Pranger zu stellen, ist eine moderne Form der Lynchjustiz.“ Von Luke selbst hörte man dazu lange Zeit nichts, er zog sich aus den sozialen Medien zurück. Gestern postete er jedoch endlich ein Video, um seine Sicht der Dinge zu erzählen.

Verfahren abgeschlossen

„Ich werde mit Sachen konfrontiert, die nie passiert sind“, sagt Mockridge in dem Video. Für ihn kamen die Anschuldigungen aus heiterem Himmel. Zwar hätten er und Ex-Freundin Ines Anioli sich damals nicht gerade einfach getrennt und es sei durchaus eine toxische Beziehung – für beide – gewesen, zu den vorgeworfenen Handlungen sei es aber nie gekommen. Das habe auch ein Gerichtsverfahren ergeben, in dem die Staatsanwaltschaft alle Fakten geprüft hatte und keinen Tatverdacht feststellen konnte. „Dieses Verfahren ist seit über einem Jahr rechtskräftig beendet. Das, was mir vorgeworfen wird, ist nicht passiert“, so Luke. 

TV-Auszeit

Trotz der juristisch bewiesenen Unschuld waren die letzten Monate für den Comedian alles andere als lustig. Er und seine Familie haben Morddrohungen bekommen, er sei massiv angefeindet worden. Er habe deshalb auch professionelle Hilfe Anspruch nehmen müssen. Das sei auch der Grund dafür, dass er in diesem Jahr nicht mehr auftreten werde. „Ich möchte wieder zu mir finden und mich wieder gut finden, um dann irgendwann wieder so auf der Bühne zu stehen, wie ihr das von mir kennt“, erklärt er seinen aktuellen Rückzug aus der Unterhaltungsbranche. 

Reaktionen

Die Kommentare unter dem Video könnten unterschiedlicher nicht sein. Zum einen werden nach wie vor #konsequenzenfürluke gepostet, die der Meinung sind, Luke sei ungeschoren davongekommen und sich vor allem für die Opfer von sexueller Gewalt stark machen wollen. Zum anderen kommt dem 32-Järigen mit #rückhaltfürluke auch viel Unterstützung zuteil. Comedy-Kollege Oliver Pocher kommentierte beispielsweise ein Herz. Mittlerweile hat sich auch Ex-Freundin Ines auf Instagram zu Wort gemeldet. Sie sei ungläubig und fassungslos, möchte aber künftig nicht mehr still sein. 

Autor: Teresa Frank, 23.08.2021