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Kelly Osbourne und Sharon Osbourne posieren gemeinsam bei den BRIT Awards 2026 in Manchester vor der Pressewand.
Kelly Osbourne (links) mit Mutter Sharon bei den Brit Awards: Die Künstlerin sieht sich Kritik und Bodyshaming ausgesetzt.
Kelly Osbourne (links) mit Mutter Sharon bei den Brit Awards: Die Künstlerin sieht sich Kritik und Bodyshaming ausgesetzt.
APA-Images / AP / Scott A Garfitt

Kelly Osbourne: Buhrufe und Body-Shaming bei Brit Awards

02.03.2026 um 07:25, Anna Kirschbaum
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Kelly Osbourne sorgt bei den Brit Awards 2026 für Aufsehen. Statt Ozzy zu ehren, steht sie selbst im Mittelpunkt heftiger Kritik und Body-Shaming.

Kelly Osbourne ist bei den BRIT Awards 2026 am 28. Februar in der Co-op Live Arena in Manchester unfreiwillig ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Eigentlich hätte der Abend ihrem verstorbenen Vater Ozzy Osbourne (†76) gewidmet sein sollen, doch plötzlich stand Tochter Kelly im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit. Während die 41-Jährige gemeinsam mit ihrer Mutter Sharon Osbourne (73) den Preis für Ozzys Lebenswerk entgegennahm, richteten sich die Blicke nicht auf den Rock-Mythos, sondern auf Kelly selbst – und ihr auffallend schmal gewordenes Erscheinungsbild.

Kelly Osbourne: Outfit bei den BRIT Awards 2026

In einem schwarzen, figurbetonten Samtkleid mit korsettierter Taille und tiefem Ausschnitt erschien Kelly Osbourne auf dem roten Teppich. Zunächst verdeckt von einem Federbolero, legte sie diesen kurz vor der Preisverleihung ab. Der Look war glamourös, aber selbst für Kelly Osbourne, die über die letzten Jahre massiv an Gewicht verloren hat, ungewohnt fragil.

Award für Ozzy Osbourne

Gemeinsam mit Sharon Osbourne übernahm Kelly Osbourne den Award für das Lebenswerk ihres verstorbenen Vaters. In ihrer kurzen Rede bedankte sie sich für die postume Ehrung und erinnerte an Ozzys außergewöhnliche Karriere. Was als emotionaler Familienmoment begann, wurde jedoch rasch von den Reaktionen im Netz überschattet.

Buhrufe für Kelly Osbourne

Während Kelly auf der Bühne gefeiert wurde, kursierten im Netz teils hämische Kommentare, manche Medien berichteten sogar von vereinzelten Buhrufen im Publikum während der Show.

„Sieht aus wie eine Leiche“, „Hoffentlich holt sie sich Hilfe“: Kommentare wie diese machten binnen Stunden im Netz die Runde. Während manche Fans echte Besorgnis äußerten, kippte die Stimmung schnell in offenes Body-Shaming. User werfen Kelly offen Medikamentenmissbrauch vor, andere verteidigten sie leidenschaftlich und gehen von einer körperlichen Reaktion auf die Trauer um ihren Vater Ozzy Osbourne aus: „Wie kann man so über jemanden reden, der gerade seinen Vater verloren hat?“

Kelly Osbourne früher und heute

Kelly Osbourne hat seit Jahren mit der öffentlichen Bewertung ihres Körpers zu kämpfen. Nach einer Magenverkleinerung 2018 verlor sie rund 40 Kilo, setzte später durch Schwangerschaft und Stress wieder Gewicht an. Seit dem Tod ihres Vaters im Juli 2025 ist sie erneut deutlich dünner geworden, was Spekulationen über Diätmedikamente wie Ozempic anheizte. Kelly selbst betonte mehrmals: „Ich habe kein Ozempic genommen.“

Sharon Osbourne verteidigt ihre Tochter

Kellys Mutter Sharon stellt sich klar vor sie. „Sie hat ihren Vater verloren. Sie kann momentan nicht richtig essen.“ Für Sharon Osbourne sei der Shitstorm ein Beweis dafür, wie gnadenlos das Internet geworden sei. „Anstatt Mitgefühl zeigen die Leute Häme“, sagt sie bei Piers Morgan Uncensored.

Kelly Osbourne schlägt auf Instagram zurück

Die 41-Jährige reagiert im Nachgang zu den BRIT Awards mit deutlichen Worten auf die Kritik: „Ich kann nicht glauben, wie widerlich manche Menschen wirklich sind! Niemand verdient diese Art von Missbrauch!“, so Kelly Osbourne in ihrer Instagram-Story. Es sei besonders grausam, jemanden zu verletzen, der offensichtlich etwas durchmacht. „Mich zu treten, wenn ich am Boden liege, meinen Schmerz anzuzweifeln und meine Probleme als Klatsch zu verbreiten – all das zeigt einen Mangel an Mitgefühl“, findet sie deutliche Worte. „Ich durchlebe gerade die schwerste Zeit meines Lebens – aber ich lasse mich nicht länger entmenschlichen.“

Quellen und weiterführende Informationen

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