Karin Teigl über Trennung von Ehemann Georg: „Er hat Familie verdient“
- Karin Teigl erzählt ihre ungewöhnliche Karriere
- Gegenwind im Business: „Ich lasse mich nicht verbiegen“
- Kinderwunsch und Beziehung: Der schwerste Moment in der Ehe von Karin Teigl
- Trennung vom Ehemann: „Er hat Familie verdient“
- Beziehung mit Ehemann Georg: Liebes-Comeback nach der Trennung
Karin Teigl spricht bei Frühstück bei mir so offen wie selten über ihr Leben. Die Unternehmerin erzählt über ihre Karriere, über schwierige Zeiten im Business und über die turbulente Beziehung zu ihrem Ehemann Georg. Besonders emotional wird es, als sie über Kinderwunsch, Trennung und ihr überraschendes Liebes-Comeback spricht.
Vom Servicejob zur Unternehmerin: Karin Teigl erzählt ihre ungewöhnliche Karriere
Kellnerin, Catering-Mitarbeiterin, Rezeptionistin in London und sogar Stadionsprecherin – der Weg von Karin Teigl klingt eher nach Abenteuer als nach klassischer Karriereplanung.
Der Startschuss fällt vor genau zehn Jahren: Damals stellt sie ihren ersten Modeblog online und veröffentlicht ihr erstes Fashion-Posting auf Instagram unter dem Namen „constantly_k“. Aus einem Hobby wird Schritt für Schritt ein Business.
Heute führt Teigl eine eigene Agentur mit zehn Mitarbeiterinnen und zählt zu den bekanntesten Mode-Influencerinnen Österreichs. Ihre Botschaft richtet sich vor allem an Frauen: Selbstbewusstsein zeigen und sich nicht klein machen lassen.
„Wir sollten uns täglich hunderte Male sagen, dass wir genug sind. Wir dürfen laut sein, wir dürfen bunt sein und eine Meinung haben“, sagt Karin Teigl bei Ö3-„Frühstück bei mir“.
Gegenwind im Business: „Ich lasse mich nicht verbiegen“
Der Erfolg bringt nicht nur Applaus. Gerade in der Geschäftswelt erlebt Karin Teigl immer wieder Situationen, die zeigen, wie schwer Frauen noch ernst genommen werden.
Vor Podiumsdiskussionen werde sie etwa von Firmenchefs gefragt: „Und von wem sind Sie die Gattin?“
Eine Frage, die sie eher motiviert als einschüchtert. „Ich habe immer viel Gegenwind, weil ich zu laut, zu derb bin, aber ich lasse mich nicht verbiegen“, sagt Teigl im Gespräch mit Claudia Stöckl.
Auch wirtschaftlich läuft nicht immer alles glatt. Als im vergangenen Jahr ein großer Kunde in Konkurs geht, muss Teigl schnell reagieren. Sie steckt eine enorme Summe aus ihrem Privatvermögen in das Unternehmen.
„Ich habe eine halbe Million von meinen Ersparnissen in die Firma geschossen, damit ich keine meiner zehn Mitarbeiterinnen entlassen muss.“
Kinderwunsch und Beziehung: Der schwerste Moment in der Ehe
Neben ihrer Karriere spricht Karin Teigl bei Frühstück bei mir auch über ein sehr persönliches Thema: ihren unerfüllten Kinderwunsch.
Schon mit 30 hört sie auf zu verhüten, doch eine Schwangerschaft bleibt aus. Jahre später beginnt sie mit Hormonbehandlungen. Monat für Monat folgt die Enttäuschung. „Am Ende des Monats habe ich mich immer wie eine Versagerin gefühlt, weil es wieder nicht funktioniert hat“, erzählt sie.
Kurz vor ihrem 40. Geburtstag kommt der Moment der Entscheidung. Der Arzt erklärt ihr, dass für eine künstliche Befruchtung eine Hormondosis nötig wäre, die zwanzigmal höher ist als jene, die sie bereits nimmt.
Da zieht Teigl die Reißleine: „Ich will das nicht, ich traue mich das auch nicht, ich kann auch nicht mehr.“
Trennung vom Ehemann: „Er hat Familie verdient“
Die emotionale Belastung wirkt sich schließlich auch auf ihre Beziehung zu ihrem Ehemann Georg Teigl aus. Nach 13 Jahren Beziehung und sieben Jahren Ehe trifft Karin Teigl im Sommer 2024 eine drastische Entscheidung: Sie trennt sich von ihm.
Der Grund: ihr unerfüllter Kinderwunsch – aber auch seiner. „Er hat Familie verdient, ein kleines Wesen, das ‚Papa‘ sagt. Und ich konnte ihm das nicht geben. Also habe ich ihn weggeschickt.“ Für den ehemaligen Fußball-Profi ist der Schritt ein Schock.
„Ich wusste nicht, wie es ist, wenn einem das Herz gebrochen wird – und jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt“, sagt Georg Teigl in der Sendung. Der Schmerz sei „schlimmer als jede körperliche Verletzung, die ich als Fußball-Profi jemals hatte“.
Beziehung mit Ehemann Georg: Liebes-Comeback nach der Trennung
Doch die Geschichte endet nicht mit der Trennung. Nach rund neun Monaten finden Karin Teigl und ihr Ehemann Georg Teigl wieder zueinander. Heute blickt die Unternehmerin selbstkritisch auf diese Zeit zurück. „Die Trennung war sicher mein größter Fehler“, sagt sie.
Ihr Mann reagiert mit Gelassenheit und Humor. Kinder müssen für ihn nicht zwingend das Lebensglück definieren. „Es gibt genug Fußballkinder, die ich vielleicht trainieren werde. Und Karin ist Vorbild und Inspiration für so viele."
Quellen und weiterführende Informationen
- Ö3 – Frühstück bei mir: Das große Interview der Woche mit Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kultur und Politik – moderiert von Claudia Stöckl, jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3.
Podcast: Frühstück bei mir auf sound.orf.at