Lafer mit Schock-Update: "Habe keinen Geschmack"
Johann Lafer hat in einem Medienauftritt detaillierte Einblicke in seinen Umgang mit seiner Krebserkrankung gegeben. Der 68-Jährige, der Ende Juni 2026 seine Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs öffentlich gemacht hatte, thematisierte dabei insbesondere die physischen und psychischen Herausforderungen, die die notwendige Chemotherapie mit sich bringt. Nach anfänglicher Geheimhaltung zeigt sich der Gastronom mittlerweile erleichtert über den offenen Umgang mit der Diagnose. Die Bewältigung der Krebserkrankung erfordert von Johann Lafer derzeit viel Kraft im Alltag.
Therapiephasen und schwere gesundheitliche Einschränkungen
Im Podcast „Rolling Pin Talks“ erklärt Johann Lafer, dass die intensive Chemotherapie seinen Alltag in wechselnde Phasen unterteile, in denen es ihm mal besser und mal schlechter gehe. Als besonders gravierend empfindet der Kulinarik-Experte dabei den Verlust jener Sinne, die für seine berufliche Identität prägend sind. Lafer schildert die Situation mit folgenden Worten: „Das Schlimmste für mich ist nicht die körperliche Konstruktion, sondern ich habe keinen Geschmack und kann nichts essen und habe offene Finger.“
Probleme bei der Nahrungsaufnahme im Alltag
Die Folgen der Behandlung beeinträchtigen die normale Nahrungsaufnahme des Starkochs erheblich. Die Zubereitung und der Konsum von Speisen seien demnach nur noch unter erschwerten Bedingungen und mit fremder Hilfe möglich. Johann Lafer verdeutlicht diese Belastung im Interview: „Mit Strohhalm essen zu wollen oder zu jemandem zu sagen: 'Kannst du mir das pürieren, weil ich es sonst nicht essen kann?' Das ist verdammt schwer.“
Für einen Menschen, der zeit seines Lebens für den guten Geschmack gearbeitet habe, sei dieser Zustand eine extreme Prüfung, die er niemandem wünsche.
Befreiung durch die Flucht nach vorne
Obwohl die Diagnose den gebürtigen Steirer bereits vor rund zweieinhalb Jahren unvorbereitet traf, entschloss er sich erst vor wenigen Wochen zu einem Gang an die Öffentlichkeit. Auslöser für die Spekulationen war ein TV-Auftritt, bei dem er sich optisch verändert mit Kopfbedeckung und ohne seinen charakteristischen Schnurrbart präsentierte. Das Ende des Versteckspiels empfindet der Koch heute als Erleichterung. Johann Lafer betont abschließend: „Es hat mich dann befreit, weil ich jetzt einfach dazu stehe. Ich schäme mich fast ein bisschen dafür, weil das mein persönliches Schicksal ist, das hat mit niemandem was zu tun. Aber vielleicht macht das auch Menschen Mut.“