20 Mio. Follower: Das ist Österreichs erfolgreichster Influencer

Im Berufsalltag betoniert er in Oberwölbling Spielplätze, fährt den Schulbus und organisiert Abläufe in der Gemeinde. TikTok ist für ihn ein Nebenjob – und das trotz einer Reichweite von rund 20 Milliarden Aufrufen monatlich! Christoph Brückner, 37,  fehlen nur wenige Millionen Follower, um in die Top 100 der Welt zu gelangen. Dass er dennoch komplett auf dem Boden geblieben ist, beweist das Interview. 

Condsty beim Zeichnen

Warum arbeitest du überhaupt noch?

Mir ist ein geregeltes Einkommen sehr wichtig. Ich bin eher ein bodenständiger Typ und mache meine Arbeit bei der Gemeinde sehr gerne. Momentan sind meine Einnahmen außerdem zu gering, dass ich hier noch keinen Gedanken hatte, mich zu 100 Prozent auf Social Media zu konzentrieren. Natürlich wären dann täglich liebevolle Storys möglich, die ich momentan aus Zeitmangel noch kaum bis garnicht poste.

War Dir die wirtschaftliche Seite dieses "Hobbys" bewusst?

Zu Beginn wusste ich nicht, dass man damit Geld verdienen kann.

Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Erstellen von Tiktok-Content?

Sehr unterschiedlich. Es gibt Tage, da rutschen mir die Videos eins nach dem anderen aus der Hand.  An anderen Tagen muss ich nach 1 bis 2 Stunden aufhören und am nächsten Tag weiter machen, weil mir einfach nichts gelingen will. 

Wenn es normal läuft brauche ich zwischen 30 Minuten bis eine Stunde für ein Video. Meist poste ich 1 bis 2 Videos am Tag.

Was war Dein allererster Tiktok Content-wann war das,und warum hast Du überhaupt damit angefangen?

Mein erster Content waren Videos mit Spielzeugdinos. Wollte mit meiner Tochter etwas witziges erstellen und konnte auch mit diesem Content einen guten Start hinlegen. Bekannt war ich als "der Dinomann". Videos machte ich auf YouTube schon länger, ohne einen wirklichen Erfolg. Das war aber auch generell nie mein Ziel. Irgendwann entdeckte ich durch Werbung in Handyspielen Tiktok und versuchte dort mein Glück. Angefangen habe ich mit den ersten Videos ca im April/Mai 2019

 Was würdest Du heute rückblickend anders machen?

Nichts! Aus jedem Fehler lernte ich und konnte gut beobachten was ich falsch gemacht habe, oder was ich ändern musste um weiter voran zu kommen.

 Wie erklärst Du Dir Deinen Mega-Erfolg?

Ich vermute, dass die Einfachheit meiner Videos mein Erfolg ist! Es inspiriert sehr viele und ist für jeden im Bereich des Möglichen. Oft sind vermeindlich schwere Zeichnungen in einem besonderen Ablauf problemlos nachmachbar.

 

Wie stehst Du Social Media ganz grundsätzlich gegenüber? Siehst Du auch Gefahren und verstehst Du Eltern, die besorgt sind?

Ich habe vollstes Verständniss für diese Eltern. Ich möchte nicht, dass meine Kinder unkontrolliert in den sozialen Medien unterwegs sind. Nur ganz verbieten ist meiner Ansicht nach auch nicht der richtige Weg. In der heutigen Zeit gehört Social Media einfach dazu. Und natürlich kommt es auch auf das Alter der Kinder oder Jugendlichen an. 

Deine Tipps für Neulinge, die auf Tiktok richtig durchstarten wollen?

Motiviert und mit Leidenschaft an die Sache gehen.

Finde deine eigene Nische und bleib immer dran, auch wenns mal schlecht läuft.

Entwickle dich mit TikTok weiter.

Bleib dir treu und mach, worauf du Lust hast.

Christoph wirft mit einer Hand Buntstifte in die Luft
Autor: Andrea Schröder, 28.10.2021