Millionen-Pleite: Mette Marits Bruder wird verklagt
- Millionen-Insolvenz der Pilot Flight Academy
- Klagewelle: 60 Schüler fordern Geld zurück
- Anwalt weist Vorwürfe zurück und Polizei ermittelt
Neuer Ärger für das norwegische Königshaus: Mitten in einer ohnehin schweren Phase gerät Espen B. Høiby, der Bruder von Königin Mette-Marit, massiv unter Druck. Nach der spektakulären Insolvenz einer von ihm mitverwalteten Flugschule sieht er sich nun einer gewaltigen Klage von Dutzenden Ex-Schülern ausgesetzt.
Millionen-Insolvenz der Pilot Flight Academy
Die Pleite der renommierten „Pilot Flight Academy“ am Flughafen Torp schlug hohe Wellen. Nach dem Jahreswechsel musste die Flugschule Insolvenz anmelden, wodurch rund 160 angehende Pilotinnen und Piloten ihren Ausbildungsplatz und etwa 40 Mitarbeiter ihren Job verloren. Besonders bitter für die Flugschüler: Viele hatten die immensen Studiengebühren von rund 250.000 norwegischen Kronen (knapp 24.000 Euro) im Voraus bezahlt – Geld, das infolge des Konkurses spurlos verschwunden war.
Klagewelle: 60 Schüler fordern Geld zurück
Mit Unterstützung der Gewerkschaft Parat haben nun rund 60 betroffene Flugschüler rechtliche Schritte eingeleitet und Klage eingereicht. Sie fordern Schadensersatz und die Rückzahlung ihrer Ausbildungsgelder. Ins Visier der Klage gerieten neben dem ehemaligen Geschäftsführer Per Mikael Eriksson auch Mette-Marits älterer Bruder Espen Høiby, der als ehemaliger Miteigentümer und Manager des Unternehmens gilt. Der Insolvenzverwalter hatte zuvor schwere Vorwürfe erhoben und erklärt, das Unternehmen hätte viel früher Insolvenz anmelden müssen. Zudem steht der Verdacht auf verschleppte Zahlungsunfähigkeit im Raum.
Anwalt weist Vorwürfe zurück und Polizei ermittelt
Die Beschuldigten wehren sich vehement gegen die Vorwürfe. Ihr juristischer Vertreter, Anwalt Kristoffer Aasebø, betonte gegenüber Medien, dass es weder eine sachliche noch eine rechtliche Grundlage für die Klage gebe. Høiby habe nie ein offizielles Vorstandsamt innegehabt und das Unternehmen nicht direkt gegenüber den Schülern vertreten. Ob neben den zivilrechtlichen Klagen auch ein offizielles Strafverfahren wegen Betrugs eingeleitet wird, prüft die norwegische Polizei derweil im Rahmen ihrer noch andauernden Ermittlungen. Für die schwer kranke Königin Mette-Marit stellt dieser Skandal in ihrem direkten familiären Umfeld einen weiteren herben Rückschlag dar.