Ski-Legende über Hirscher: "Noch nicht so weit"
- Verschobenes Comeback: Hirscher fehlt beim Auftakt in Sölden
- Benni Raich sieht Materialprobleme und Trainingsrückstand
- Ted Ligety voll des Lobes: „Niemals gegen Marcel wetten“
Das verschobene Weltcup-Comeback von Marcel Hirscher sorgt beim Saisonauftakt in Sölden für Gesprächsstoff unter den Ski-Legenden. Während Ex-Teamkollege Benni Raich offen über einen noch fehlenden Trainings-Feinschliff und Materialprobleme spricht, zeigt sich US-Ski-Ikone Ted Ligety absolut überzeugt von den Fähigkeiten des Ausnahmekönners.
Verschobenes Comeback: Hirscher fehlt beim Auftakt in Sölden
Beim traditionellen Auftakt des Ski-Weltcups auf dem Rettenbachferner in Sölden müssen die Fans noch auf das Renn-Debüt von Marcel Hirscher unter niederländischer Flagge verzichten. Der 37-fache Disziplinen-Weltcupsieger entschied sich gegen einen Start in Tirol, um sich mehr Vorbereitungszeit einzuräumen. Das Fehlen des achtfachen Gesamtweltcupsiegers war am Rande der Herren-Bewerbe das dominierende Thema unter Experten und ehemaligen Konkurrenten.
Benni Raich sieht Materialprobleme und Trainingsrückstand
Der Tiroler Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich äußert sich im ORF-Gespräch mit Rainer Pariasek realistisch zur aktuellen Verfassung des Salzburgers. „Ich habe ein paar Videos gesehen und er war momentan noch nicht so weit, dass er da vorne mitmischen kann“, erklärte Raich. Er betonte, dass Hirscher vor einer enorm schweren Aufgabe stehe: „Er muss das Material in den Griff bekommen und sein Fahren entsprechend anpassen. Das muss er jetzt tun, sonst wird es ganz schwierig. Aber Marcel hat immer wieder bewiesen, dass er Lösungen finden kann, und ich drücke ihm die Daumen.“
Ted Ligety voll des Lobes: „Niemals gegen Marcel wetten“
Weitaus optimistischer blickt Hirschers ehemaliger Hauptkonkurrent im Riesentorlauf, US-Legende Ted Ligety, auf die geplante Rückkehr. „Ich würde niemals gegen ihn wetten. Wenn er sich gut fühlt und in Form ist, ist ihm alles zuzutrauen“, so der 42-jährige US-Amerikaner zur Kronen Zeitung. Für Ligety, der Hirscher als den „größten Gegner, den ich je hatte“ bezeichnete, ist das Zuwarten kein negatives Zeichen: „Schade, dass er in Sölden nicht fährt, aber es zeigt, dass er sich Zeit nimmt. Sobald er die Puzzlestücke beisammenhat, kann er wieder Rennen gewinnen.“