Mit 77 Jahren: ZZ Top verliert seine nächste große Legende
Die Rockwelt trauert um Frank Beard. Der langjährige Schlagzeuger der legendären US-Band ZZ Top ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Beard befand sich zuletzt in Hospizbetreuung und starb auf seiner Ranch in Richmond im US-Bundesstaat Texas im Beisein seiner Familie. Eine genaue Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben. Für ZZ Top ist es nach dem Tod von Bassist Dusty Hill im Jahr 2021 der nächste schwere Verlust.
ZZ-Top-Schlagzeuger Frank Beard ist tot
Frank Beard starb am Montag, dem 17. August 2026. Wie die Band mitteilte, befand sich der Musiker zu diesem Zeitpunkt in Hospizbetreuung auf seiner Ranch in Richmond. Mitglieder seiner Familie waren an seiner Seite. Die genaue Todesursache wurde zunächst nicht öffentlich gemacht.
Schon vor seinem Tod hatte es gesundheitliche Probleme gegeben. Beard hatte sich zuletzt von der laufenden „The Big One!“-Tour zurückgezogen. Bereits 2025 musste er wegen Problemen mit Fuß und Knöchel eine längere Pause einlegen. Anfang August 2026 sagte ZZ Top zudem kurzfristig einen Auftritt in Los Angeles ab.
Billy Gibbons trauert um seinen Freund
ZZ-Top-Gründer Billy Gibbons reagierte mit emotionalen Worten auf den Tod seines langjährigen Weggefährten. Er bezeichnete Beard als großartigen Freund und Mitarbeiter sowie als einen der von Natur aus innovativsten Schlagzeuger überhaupt.
Besonders dessen charakteristischer Rhythmus habe entscheidend zum unverwechselbaren Sound von ZZ Top beigetragen. Gibbons machte zugleich deutlich, dass die Band im Sinne Beards weitermachen werde. Nach dem Tod von Dusty Hill 2021 ist Gibbons damit das letzte verbliebene Mitglied der klassischen Besetzung. Hill war damals durch den langjährigen Bass-Techniker Elwood Francis ersetzt worden.
Mehr als fünf Jahrzehnte mit ZZ Top
Frank Beard gehörte seit den Anfangstagen zu ZZ Top. Die Band entstand Ende der 1960er-Jahre in Texas und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer der bekanntesten Blues- und Rockgruppen der Welt. Beard war dabei das rhythmische Fundament hinter zahlreichen Klassikern.
Zu den größten Hits der Band zählen „La Grange“, „Tush“, „Sharp Dressed Man“, „Legs“ und „Gimme All Your Lovin'“. Einen ihrer größten kommerziellen Erfolge feierten ZZ Top 1983 mit dem Album „Eliminator“. Die Platte verkaufte sich in den USA mehr als zehn Millionen Mal und erreichte Diamant-Status.
Eine Besonderheit sorgte dabei immer wieder für Schmunzeln: Ausgerechnet Frank Beard, dessen Nachname auf Deutsch „Bart“ bedeutet, war jenes Mitglied der klassischen ZZ-Top-Besetzung, das nicht den charakteristischen langen Vollbart von Billy Gibbons und Dusty Hill trug.
2004 wurden ZZ Top in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Über ihre Karriere hinweg verkaufte die Band weltweit mehr als 50 Millionen Tonträger.
ZZ Top will Tour trotzdem fortsetzen
Der Tod Beards hat zunächst unmittelbare Auswirkungen auf den aktuellen Tourplan. Konzerte in Salt Lake City und Colorado Springs wurden abgesagt. Komplett abbrechen will die Band ihre Tour jedoch nicht.
Schon am Wochenende soll es mit zwei Auftritten in Austin weitergehen. Die texanische Hauptstadt galt laut Band als eine Art zweite Heimat für Beard, der dort besonders gerne auftrat. ZZ Top will damit offenbar genau jenen Weg einschlagen, den sich der Schlagzeuger selbst gewünscht hatte: weitermachen.