Ed Sheerean-Debakel: Voracts sagen reihenweise ab
- Auslöser: Rauswurf von Macklemore nach Palästina-Äußerung
- Protestwelle: Finneas, Lukas Graham und Co. sagen ab
- Ed Sheerans Statement: Keine Politik auf der Bühne
Der Streit um den Nahost-Konflikt bringt die weltweite „Loop“-Tournee von Popstar Ed Sheeran massiv ins Straucheln. Nachdem der US-Rapper Macklemore wegen propalästinensischer Äußerungen von der Tour ausgeschlossen wurde, haben aus Protest nun alle weiteren Voracts ihre Teilnahme abgesagt. Sheeran steht für seine anstehenden Stadionshows in den USA und Südamerika plötzlich ohne Support-Acts da.
Auslöser: Rauswurf von Macklemore nach Palästina-Äußerung
Begonnen hatte die Eskalation mit dem Ausschluss des US-Rappers und Grammy-Preisträgers Macklemore. Der Musiker hatte während eines Konzerts im MetLife-Stadion in New Jersey mehrmals „Befreit Palästina“-Rufe angestimmt und sich auf der Bühne klar gegen das militärische Vorgehen Israels positioniert.
Daraufhin formierte sich massiver Widerstand: Der Interessenverband Israeli-American Council forderte in einer Petition Sheerans Distanzierung, während US-Milliardär und Stadionbetreiber Robert Kraft (Eigentümer der New England Patriots) laut Medienberichten mit einem Boykott von Sheerans Auftritten drohte. Der US-Tourveranstalter, die Messina Touring Group, entschied daraufhin in Absprache mit den Stadionbesitzern, Macklemore von der Tour auszuschließen.
Protestwelle: Finneas, Lukas Graham und Co. sagen ab
Der Rauswurf löste eine Welle der Solidarisierung unter den verbleibenden Künstlern aus. Innerhalb kurzer Zeit gaben vier weitere Support-Acts ihren geschlossenen Ausstieg aus der „Loop“-Tour bekannt. Sie kritisierten den Druck der Veranstalter als Versuch, politische Meinungsäußerungen von Künstlern zu unterdrücken.
Diese Künstler haben die Ed-Sheeran-Tour abgesagt:
- Finneas O’Connell: Der Musiker und Bruder von Billie Eilish erklärte, Künstler dürften nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie ihre Stimme für Unterdrückte erheben.
- Lukas Graham: Die dänische Band sollte als Ersatz für Macklemore einspringen, lehnte jedoch ab: „Geld gibt einem nicht das Recht, die Debatte zu kontrollieren.“
- Aaron Rowe: Der irische Singer-Songwriter verwies auf die historische Geschichte Irlands und lehnte es ab, bei einer Zensur von Künstlern tatenlos zuzusehen.
- Beoga: Die irische Folkband, die gemeinsam mit Sheeran auf der Bühne stehen sollte, schloss sich als Mitbegründer von Irish Artists for Palestine dem Boykott an.
Ed Sheerans Statement: Keine Politik auf der Bühne
Nach dem massiven öffentlichen Druck reagiert Ed Sheeran persönlich auf Instagram. Er betont, vom Ausmaß des Nahost-Konflikts und dem Leid auf beiden Seiten entsetzt zu sein.
Sheeran verteidigt seine Haltung, die eigenen Konzerte bewusst frei von politischen Foren zu halten, um seinen Fans – insbesondere vielen jungen Menschen – einen sicheren Zufluchtsort zu bieten: „Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass es mir egal ist. Menschen, die zu meinen Konzerten kommen, erwarten kein politisches Forum. Ich bin nicht mitschuldig.“