Razzia bei Abou-Chaker: Neue Ermittlungen um Clan-Villa
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Abou-Chaker steht erneut im Mittelpunkt der Berichterstattung. Jahrelang sorgte vor allem der Streit zwischen Bushido und Arafat für Schlagzeilen. Der Konflikt drehte sich um frühere Geschäftsbeziehungen zwischen dem Rapper und dem Clan-Mitglied. Erst vor wenigen Wochen musste Arafat Abou-Chaker eine juristische Niederlage einstecken. Das Berliner Kammergericht entschied, dass keine Gesellschaft bürgerlichen Rechts zwischen ihm und Bushido bestanden habe. Zudem wurde der damalige Managementvertrag als „sittenwidrig“ bewertet. Arafat Abou-Chaker muss 1,78 Millionen Euro an Bushido zurückzahlen. Während der Rechtsstreit mit Bushido für Aufmerksamkeit sorgte, rückt nun eine Razzia bei Abou-Chaker in den Fokus.
Abou-Chaker: Razzia
Bei einer groß angelegten Razzia durchsuchten Ermittler die Villa der Familie Abou-Chaker am Zehlendorfer Damm in Kleinmachnow in Brandenburg. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Geldwäsche und der Verschleierung von Vermögenswerten. Im Zentrum steht der Kauf des Anwesens. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) richtet sich das Verfahren gegen drei deutsche Beschuldigte im Alter von 24, 25 und 40 Jahren. Insgesamt wurden sieben Objekte in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Der Einsatz begann Medienberichten zufolge in den frühen Morgenstunden. Berliner Polizeibehörden waren an der Razzia nicht beteiligt. Bushido ist nicht Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.
Zwangsversteigerung nach Streit zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker
Das Villenensemble in Kleinmachnow mit einer Grundstücksfläche von mehr als 16.600 Quadratmetern wurde 2022 beim Amtsgericht Potsdam zwangsversteigert. Der Zuschlag erfolgte für rund 7,4 Millionen Euro zum Mindestgebot. Laut Angaben entsprach dies etwa der Hälfte des Verkehrswertes. Den Zuschlag erhielt Ahmed Abou-Chaker, damals 21 Jahre alt, als einziger Bieter. Bereits eine Woche nach dem Verkauf prüfte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) den Deal. Zuvor hatten Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, und Arafat Abou-Chaker die Immobilien gemeinsam besessen. Bushido beantragte die Zwangsversteigerung, um die gemeinsame Eigentümergesellschaft aufzulösen. Mit der aktuellen Razzia steht die Immobilie von Abou-Chaker erneut im Zentrum der Ermittlungen.