Spritpreisbremse verlängert: Das ändert sich jetzt beim Tanken
- Spritpreisbremse bleibt bis Ende September
- Diesel kostet im Schnitt mehr als zwei Euro
- Preis-Runter-Garantie
- Kein Eingriff in die Margen
- Schmidt: Spritpreisbremse soll im Kampf gegen Inflation helfen
- Schellhorn warnt vor neuen Verwerfungen auf den Energiemärkten
- Das gilt für Autofahrer ab 1. September
Die Spritpreisbremse bleibt den Autofahrerinnen und Autofahrern in Österreich erhalten. Die Bundesregierung verlängert die Entlastungsmaßnahmen bis Ende September. Die Mineralölsteuer bleibt um 1,9 Cent pro Liter gesenkt. Gleichzeitig wird die Preis-Runter-Garantie fortgeführt. Einen neuerlichen Eingriff in die Margen der Mineralölkonzerne gibt es hingegen nicht.
Spritpreisbremse: Das gilt ab 1. September auf einen Blick
- Die Spritpreisbremse wird bis Ende September verlängert.
- Die Mineralölsteuer bleibt um 1,9 Cent pro Liter gesenkt.
- Die Preis-Runter-Garantie für Diesel B7 und Euro Super E10 bleibt bestehen.
- Sinkende Großhandelspreise sollen möglichst rasch an den Zapfsäulen ankommen.
- Einen neuerlichen Eingriff in die Margen der Mineralölunternehmen gibt es nicht.
Spritpreisbremse bleibt bis Ende September
Die aktuelle Form der Spritpreisbremse wäre mit Ende August ausgelaufen. Nun hat sich die Bundesregierung kurz vor Auslaufen auf eine Verlängerung um einen weiteren Monat geeinigt. Damit bleibt die Entlastung bei Benzin und Diesel auch im September bestehen.
Konkret bleibt die Mineralölsteuer um 1,9 Cent pro Liter reduziert. Zurückgegeben werden soll damit jenes zusätzliche Umsatzsteueraufkommen, das durch die gestiegenen Treibstoffpreise entstanden ist.
Diesel kostet im Schnitt mehr als zwei Euro
Die Spritpreisbremse wurde ursprünglich als Reaktion auf die starken Preissteigerungen infolge des Iran-Krieges eingeführt und gilt seit April in unterschiedlicher Höhe. Bereits im August hat die Entlastung 1,9 Cent pro Liter betragen.
Die Verlängerung kommt jetzt zu einer Zeit, in der Tanken weiterhin teuer ist. Der durchschnittliche Dieselpreis liegt aktuell bei rund 2,05 Euro pro Liter. Für Superbenzin werden knapp 1,80 Euro pro Liter fällig. Nachdem die USA erneut Ziele im Iran bombardieren, ist damit z rechnen, dass die Preise in den kommenden Tagen steigen werden.
Preis-Runter-Garantie
Neben der Steuersenkung setzt die Regierung weiterhin auf die sogenannte Preis-Runter-Garantie. Sinkende internationale Großhandelspreise sollen dadurch möglichst rasch an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben werden. Die Regelung betrifft Diesel B7 und Euro Super E10.
Kein Eingriff in die Margen
Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) bezeichnet die Spritpreisbremse als „gezielte, befristete und verantwortungsvolle Maßnahme“. Gleichzeitig spricht er sich gegen dauerhafte Markteingriffe aus. Österreichs Spritpreise würden laut Hattmannsdorfer derzeit unter dem EU Durchschnitt liegen.
„Die Spritpreisbremse war von Beginn an eine gezielte, befristete und verantwortungsvolle Maßnahme. Diesen Weg setzen wir bis Ende September fort“, sagt Hattmannsdorfer. Für ihn steht dabei auch die Versorgungssicherheit im Mittelpunkt. „Wir haben uns daher klar gegen weitere Eingriffe in die Margen ausgesprochen“, betont der Minister. Der europäische Vergleich bestätige diesen Kurs, Österreichs Spritpreise würden unter dem EU Durchschnitt liegen.
Statt eines Margeneingriffs setzt Hattmannsdorfer auf die Steuerentlastung und die Preis Runter Garantie: „Die Mineralölsteuer bleibt um 1,9 Cent pro Liter gesenkt und die Preis-Runter-Garantie stellt sicher, dass sinkende Großhandelspreise rasch bei den Autofahrerinnen und Autofahrern ankommen.“
Schmidt: Spritpreisbremse soll im Kampf gegen Inflation helfen
Staatssekretärin und Regierungskoordinatorin Michaela Schmidt (SPÖ) ordnet die Verlängerung in die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die hohen Lebenshaltungskosten ein. „Die Spritpreisbremse bleibt ein wichtiges Instrument in der Bekämpfung der Inflation“, sagt Schmidt. Dabei verweist sie auf weitere Entlastungsschritte der Regierung. „Gemeinsam mit der Mietpreisbremse, der Steuersenkung auf Grundnahrungsmittel und den kostensenkenden Reformen im Energiebereich hilft sie, das tägliche Leben der Österreicher/-innen leistbar zu machen“, betont die Staatssekretärin.
Schellhorn warnt vor neuen Verwerfungen auf den Energiemärkten
Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) richtet den Blick unterdessen auf die internationalen Energiemärkte und die weiterhin angespannte Lage im Nahen Osten. „Die vergangene Nacht im Nahen Osten zeigt einmal mehr, wie schnell sich die Lage auf den internationalen Energiemärkten drehen kann“, sagt Schellhorn. Gerade in einer solchen Situation sei es richtig, mit der Spritpreisbremse ein Sicherheitsnetz zu haben.
Gleichzeitig warnt Schellhorn davor, auf internationale Krisen dauerhaft mit neuen staatlichen Eingriffen zu reagieren. „Umso energischer müssen wir aber zuhause daran arbeiten, unser wirtschaftliches Immunsystem zu stärken: mit mehr heimischer Energie, mehr Wettbewerb, schnelleren Verfahren und weniger Bürokratie“, fordert der Staatssekretär. Seine Position gegen immer neue staatliche Maßnahmen formuliert er deutlich: „Denn wir können nicht gegen jede internationale Krise immer nur neue staatliche Medizin verschreiben.“
Das gilt für Autofahrer ab 1. September
Für Autofahrerinnen und Autofahrer ändert sich mit September damit weniger als ursprünglich möglich gewesen wäre: Die Spritpreisbremse wird bis Ende September verlängert, die Mineralölsteuer bleibt um 1,9 Cent pro Liter reduziert und die Preis-Runter-Garantie wird fortgeführt. Einen neuerlichen Margendeckel für Mineralölunternehmen gibt es nicht.
FAQ: Spritpreisbremse in Österreich
Wie lange wird die Spritpreisbremse verlängert?
Die Spritpreisbremse wird von der Bundesregierung bis Ende September verlängert. Die aktuelle Regelung wäre mit Ende August ausgelaufen.
Wie hoch ist die Entlastung beim Tanken im September?
Die Mineralölsteuer bleibt um 1,9 Cent pro Liter reduziert. Damit bleibt die Entlastung im September auf dem Niveau vom August.
Was bedeutet die Preis-Runter-Garantie?
Die Preis-Runter-Garantie soll dafür sorgen, dass sinkende internationale Großhandelspreise möglichst rasch an Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben werden. Die Regelung betrifft Diesel B7 und Euro Super E10.
Kommt der Margendeckel für Mineralölkonzerne zurück?
Nein. Einen neuerlichen Eingriff in die Margen der Mineralölunternehmen gibt es im September nicht. Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat sich gegen weitere Eingriffe in die Margen ausgesprochen.
Welche Spritpreise gelten derzeit in Österreich?