Sachsen-Anhalt Wahl 2026: Erste Hochrechnung ist da
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 hat sich ein politisches Erdbeben abgezeichnet: Laut der ersten Prognose von Infratest dimap (Stand: 18:00 Uhr) wird die AfD mit Abstand stärkste Partei und kommt auf rund 44,5 Prozent der Stimmen. Die bisher regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze stürzt dagegen auf 18,5 Prozent ab. Begleitet wurde der Wahltag von einer historisch hohen Wahlbeteiligung.
Prognose im Detail: AfD weit vorne, FDP fliegt raus
Die ersten Zahlen aus den Nachwahlbefragungen zeichnen ein klares Bild im Magdeburger Landtag. Die AfD legt massiv zu, während die Parteien der bisherigen Regierungskoalition schwere Verluste hinnehmen müssen:
- AfD: 44,5 Prozent (Klar stärkste Kraft)
- CDU: 18,5 Prozent (Deutlicher Absturz)
- Die Linke: 9,5 Prozent
- Grüne: 9,0 Prozent
- SPD: 8,0 Prozent
- BSW: 5,0 Prozent (Schafft den Einzug in den Landtag)
- FDP: 2,0 Prozent (Scheidet aus dem Landtag aus)
- Freie Wähler: 1,0 Prozent
Hohe Wahlbeteiligung: Rekordwert bereits um 16 Uhr
Insgesamt waren rund 1,7 Millionen Menschen in Sachsen-Anhalt aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Mobilisierung war außerordentlich hoch: Bereits um 16:00 Uhr lag die Wahlbeteiligung nach Angaben der Landeswahlleiterin bei rund 65 Prozent.
Damit lag der Wert schon zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale höher als die Gesamtwahlbeteiligung der letzten Landtagswahl im Jahr 2021 (60,3 Prozent). Zudem machten rund 335.000 Bürgerinnen und Bürger (etwa 20 Prozent) im Vorfeld von der Briefwahl Gebrauch.
Ausblick: Konstituierung des Landtags bis 6. Oktober
Nach der Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr hat die öffentliche Auszählung der Stimmen begonnen. Im Laufe des Wahlabends folgen die ersten Hochrechnungen sowie die Einzelergebnisse aus den Wahlkreisen.
Sachsen-Anhalt wurde bisher von einer Koalition aus CDU, SPD und FDP unter Sven Schulze regiert. Der neu gewählte Landtag muss spätestens am 6. Oktober 2026 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Bis zur Wahl eines neuen Ministerpräsidenten bleibt die bisherige Landesregierung geschäftsführend im Amt.