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Keir Starmer blickt ernst vor der Downing Street in London, kurz nach seiner Rücktrittsankündigung als britischer Premierminister.
Keir Starmer tritt zurück: Der britische Premierminister kündigt seinen Rückzug nach wachsendem politischen Druck und schlechten Umfragewerten an.
Keir Starmer tritt zurück: Der britische Premierminister kündigt seinen Rückzug nach wachsendem politischen Druck und schlechten Umfragewerten an.
APA-Images / AFP / HENRY NICHOLLS

König informiert: Premier Keir Starmer tritt zurück

22.06.2026 um 12:01, Stefanie Hermann
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Keir Starmer tritt zurück: Der britische Premier reagiert auf politischen Druck, schlechte Umfragen und Wahlniederlagen – der Machtkampf in der Labour Party beg

Keir Starmer tritt zurück: Der britische Premierminister und Vorsitzende der Labour Party hat am Montag seinen Rückzug an. Die Erklärung erfolgte vor seinem Amtssitz in der Downing Street 10 in London. Damit endet seine Amtszeit nach weniger als zwei Jahren an der Spitze der Regierung.

Der Schritt kommt nicht überraschend, hat sich aber in den vergangenen Wochen deutlich abgezeichnet. Innerhalb der Partei wächst der Druck kontinuierlich, während sich gleichzeitig die politische Lage für Starmer zunehmend zuspitzt.

Schlechte Umfragen und Wahlniederlagen als Auslöser

Auslöser für den Rücktritt sind vor allem anhaltend schwache Zustimmungswerte sowie deutliche Verluste bei den Kommunalwahlen im Mai. Mehrere führende Kabinettsmitglieder haben zudem öffentlich Kritik an Starmers Führungsstil geübt.

Der Druck erreicht seinen Höhepunkt, als sein parteiinterner Rivale Andy Burnham einen Sitz im Parlament gewinnt. Damit schafft er die Voraussetzung, offiziell um die Parteiführung zu kandidieren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt galt Starmers Position als nicht mehr haltbar.

Emotionaler Abschied mit Fokus auf Familie

Bei seiner Rücktrittsrede zeigt sich Keir Starmer ungewohnt persönlich. Er spricht vom „größten Job im Land“, dem er nun den „wichtigsten Job“ gegenüberstellt – seine Familie. Er wolle künftig „der bestmögliche Ehemann“ und „der bestmögliche Vater“ sein, seine Kinder bezeichnet er als seinen „Stolz und seine Freude“.

Nach seinen Worten umarmt er seine Ehefrau Vic vor der Downing Street.

Geordneter Machtwechsel bis spätestens Herbst geplant

Trotz seines Rücktritts bleibt Keir Starmer vorerst im Amt. Ziel ist ein geordneter Übergang innerhalb der Labour Party. Nominierungen für die Nachfolge sollen ab dem 9. Juli möglich sein, der Prozess soll bis zur Sommerpause abgeschlossen werden.

Spätestens mit der Rückkehr des Parlaments im September soll eine neue Parteiführung feststehen. Starmer kündigt an, seinen Nachfolger voll zu unterstützen und einen reibungslosen Übergang sicherzustellen.

Andy Burnham als Favorit auf die Nachfolge

Als aussichtsreichster Kandidat gilt derzeit Andy Burnham. Der ehemalige Bürgermeister von Manchester hat sich mit seiner Rückkehr ins Parlament strategisch gut positioniert. Innerhalb der Partei wird er bereits als möglicher Nachfolger gehandelt.

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