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Pensionserhöhung 2027: Die Pensionen steigen 2027, bleiben aber unter der Inflation.
Pensionserhöhung 2027: Die Pensionen steigen 2027, bleiben aber unter der Inflation.
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Pensionen steigen 2027 – aber unter Inflation: Jetzt droht Kaufkraftverlust

21.05.2026 um 14:35, Stefanie Hermann
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Die Pensionen steigen 2027 um 2,95 Prozent – bleiben aber unter der Inflation. Kritik wächst, vielen Pensionisten droht Kaufkraftverlust.

Die Pensionen in Österreich steigen im kommenden Jahr um 2,95 Prozent. Auf diese Pensionserhöhung hat sich die Bundesregierung im Zuge der Budgetverhandlungen geeinigt. Die Erhöhung bleibt damit unter der prognostizierten Inflationsrate. Die Teuerung wird für das kommende Jahr höher erwartet. Damit fällt die Anpassung der Pensionen real geringer aus. Für viele Pensionisten bedeutet das einen realen Kaufkraftverlust.

Das Sozialministerium spricht dennoch von einer „ausgewogenen und verantwortungsvollen Lösung“. Insgesamt kostet die Anpassung den Staat rund 2,4 Milliarden Euro.

Mindestpensionen stärker erhöht

Unterschiede gibt es bei der Höhe der Anpassung. Mindestpensionisten erhalten ein höheres Plus: Der Ausgleichszulagenrichtsatz steigt um 3,3 Prozent.

Für die große Mehrheit der Pensionen gilt hingegen die Erhöhung von 2,95 Prozent. Pensionen über der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro werden mit einem Fixbetrag von 204,44 Euro monatlich angepasst.

Damit erhalten nur Mindestpensionen eine annähernde Inflationsabgeltung, während die Mehrheit der Pensionen darunter bleibt.

Kritik an fehlender Inflationsabgeltung

Scharfe Kritik kommt von Interessenvertretungen. „Eine volle Inflationsabgeltung, wie sie das Gesetz eigentlich vorsieht, bleibt damit zum wiederholten Mal aus“, bemängelt ÖGB-Pensionisten-Vorsitzende Monika Kemperle.

Auch der Seniorenrat zeigt sich unzufrieden. Die Entscheidung „bricht mit dem Versicherungsprinzip und schwächt die Kaufkraft der älteren Generation“, heißt es in einer Stellungnahme.

Regierung verteidigt Pensionserhöhung 2027

Die Regierung verweist auf die budgetäre Lage. „Damit sichern wir eine Erhöhung der Pensionen innerhalb der budgetären Möglichkeiten ab“, so Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). Die Lösung sei „sehr fair“, „maßvoll“ und „treffsicher“, heißt es aus den Reihen der NEOS.

Opposition spricht von Pensionsraub

Die Opposition reagiert deutlich schärfer. FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kritisiert die unter der Inflation liegende Anpassung der Pensionen als unzureichend: „Alles andere ist eine Kürzung, und die werden wir mit allen Mitteln bekämpfen.“ Sie spricht erneut von „Pensionsraub“.

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