Alkohol am Steuer: Bezirkshauptmann verliert Führerschein
Inhalt
- 1,94 Promille bei Polizeikontrolle
- Geldstrafe und Führerscheinentzug
- Behörde aktuell unter neuer Führung
Der Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz muss nach seinem Alkoholvorfall im vergangenen November für sechs Monate auf seinen Führerschein verzichten. Wie der ORF Salzburg berichtet, sind sowohl das Führerscheinentzugsverfahren als auch das Verwaltungsstrafverfahren rechtskräftig abgeschlossen. Damit geht der Fall für den Behördenchef allerdings noch nicht zu Ende.
1,94 Promille bei Polizeikontrolle
Der Vorfall ereignete sich Ende November. Damals kontrollierten Polizeibeamte den Bezirkshauptmann mit 1,94 Promille Alkohol im Blut in einem Auto. Das Fahrzeug stand zum Zeitpunkt der Kontrolle geparkt. Gratz erklärte nach Bekanntwerden des Vorfalls, dass er zwar im Wagen gesessen habe, das Auto aber nicht selbst gelenkt worden sei. Laut seinen Angaben habe ein Bekannter gefahren. Trotzdem zog der Vorfall mehrere Verfahren nach sich.
Geldstrafe und Führerscheinentzug
Das Verwaltungsstrafverfahren endete nun mit einer Geldstrafe. Zusätzlich wurde Gratz der Führerschein für sechs Monate entzogen. Mit dem rechtskräftigen Abschluss dieser Verfahren wird nun auch das bereits im Dezember eingeleitete Disziplinarverfahren fortgesetzt.
Im laufenden Disziplinarverfahren geht es auch um die berufliche Zukunft des Bezirkshauptmanns. Dabei wird unter anderem geprüft, ob Bernhard Gratz künftig wieder auf seinen Posten zurückkehren kann. Eine endgültige Entscheidung dazu steht noch aus.
Behörde aktuell unter neuer Führung
Derzeit befindet sich Gratz im Krankenstand. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See wird aktuell von seinem Stellvertreter geführt. Laut offiziellen Angaben ist der laufende Betrieb der Behörde weiterhin sichergestellt.