Nach Krebsdiagnose: Marterbauer gibt neues Gesundheitsupdate
- Marterbauer: Ärzte mit Heilungsverlauf zufrieden
- Krebsdiagnose im Juli öffentlich gemacht
- Chemotherapie: Letzte Phase im Oktober geplant
- SPÖ plant Vizekanzler-Wechsel Anfang 2027
- Parteivorsitz für Marterbauer weiterhin offen
Markus Marterbauer meldet sich erstmals seit Bekanntwerden seiner geplanten Übernahme des Vizekanzleramts öffentlich zu Wort. Im Ö1-Morgenjournal spricht der Finanzminister mit Moderatorin Stefanie Leodolter über seine Krebserkrankung und den bisherigen Heilungsverlauf. Seine Botschaft fällt zuversichtlich aus.
Marterbauer: Ärzte mit Heilungsverlauf zufrieden
Der SPÖ-Politiker gibt rund drei Monate, nachdem er seine Krebsdiagnose öffentlich gemacht hatte, ein neues Gesundheitsupdate. „Ich bin auf dem besten Weg der Genesung und die Ärzte und Ärztinnen sind sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf meiner Krankheit“, erklärt Marterbauer im Ö1-Morgenjournal.
Krebsdiagnose im Juli öffentlich gemacht
Am 13. Juli 2026 hatte Marterbauer bekannt gegeben, dass er an einem Lymphom, einer Krebserkrankung des lymphatischen Systems, leide.
„In Österreich leben deutlich über 400.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose. Seit kurzem bin ich einer davon“, erklärte der Finanzminister damals in einem persönlichen Statement.
Unmittelbar nach der Diagnose begann seine Behandlung im AKH Wien. Die Therapie war ursprünglich auf drei Monate angelegt.
Chemotherapie: Letzte Phase im Oktober geplant
Bereits Ende Juli hatte Marterbauer von einem positiven Behandlungsbeginn berichtet. Beim Sommerministerrat in Salzburg erklärte er, die Chemotherapie sei gut verlaufen und er fühle sich fit.
Nach dem Anfang Oktober bekannt gewordenen Zeitplan sollte der Finanzminister im Laufe dieses Monats die letzte Phase seiner Chemotherapie absolvieren. Anschließend war ausreichend Zeit für seine Erholung vorgesehen.
Während der Behandlung blieb Marterbauer im Amt. Die medizinischen Termine wurden nach seinen damaligen Angaben mit seinen Aufgaben als Finanzminister abgestimmt.
SPÖ plant Vizekanzler-Wechsel Anfang 2027
Am 5. Oktober wurde bekannt, dass Marterbauer Anfang 2027 Andreas Babler als Vizekanzler nachfolgen soll. Babler hatte angekündigt, sowohl das Vizekanzleramt als auch den SPÖ-Bundesparteivorsitz abzugeben.
Der Zeitplan soll Marterbauer Gelegenheit geben, sich vor der Übernahme seiner zusätzlichen politischen Aufgaben zu erholen.
Bis zum Wechsel bleibt Babler an der Spitze des SPÖ-Regierungsteams. Nach seinem Rückzug sollen Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher die Partei zunächst führen. Eine dauerhafte Entscheidung über den Parteivorsitz ist für den Parteitag im Frühjahr 2027 vorgesehen.
Parteivorsitz für Marterbauer weiterhin offen
Ob Marterbauer neben dem Vizekanzleramt auch die Führung der SPÖ übernimmt, ist weiterhin unklar. Der Finanzminister selbst lässt sich dazu noch nichts entlocken. „Die Frage stellt sich jetzt noch nicht“, wiegelt er im Ö1-Morgenjournal ab.
Im Mittelpunkt stehen für ihn vorerst seine Gesundheit und die Arbeit am Bundesbudget. Zum Verlauf seiner Krebserkrankung äußert sich der künftige Vizekanzler jedenfalls optimistisch. Nach eigenen Angaben sind auch seine behandelnden Ärztinnen und Ärzte mit seiner Genesung sehr zufrieden.
Quelle
ORF Ö1, Morgenjournal vom 14. Oktober 2026: Interview von Stefanie Leodolter mit Finanzminister Markus Marterbauer über seinen Gesundheitszustand und die politische Zukunft. Interview im Ö1-Player anhören