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FPÖ-Chef bei einer Rede vor FPÖ-Hintergrund mit erhobener Faust.
FPÖ-Chef Herbert Kickl reagiert auf den deutlichen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt.
FPÖ-Chef Herbert Kickl reagiert auf den deutlichen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt.
APA-Images / fotokerschi / WERNER KERSCHBAUMMAYR

Kickl nach AfD-Sieg: „Zeit der Patrioten ist gekommen!“

07.09.2026 um 11:54, Stefanie Hermann
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Nach dem AfD-Erdrutschsieg in Sachsen-Anhalt jubelt FPÖ-Chef Herbert Kickl. Er sieht die „Brandmauer“ vor dem Ende und zieht Parallelen zu Österreich.

Der deutliche Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt auch in Österreich für politische Reaktionen. FPÖ-Chef Herbert Kickl gratuliert der AfD und ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ergebnis und sieht darin weit mehr als eine deutsche Landtagsentscheidung. Für ihn ist der Erfolg ein Signal für einen politischen Wandel, der auch Österreich erfassen werde.

Kickl jubelt über AfD-Erdrutschsieg

Die AfD hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent erreicht und ist damit mit deutlichem Abstand stärkste Kraft geworden. Die CDU kommt auf 17,2 Prozent. Für eine absolute Mehrheit reicht es für die AfD allerdings nicht. Sie verfügt nach dem vorläufigen Ergebnis über 39 Mandate, für die Mehrheit sind 42 notwendig.

Kickl bezeichnet den Wahlausgang in einer Aussendung als ein „demokratisches Machtwort des Souveräns, das weit über Deutschland hinaus zu spüren ist“. Er gratuliert der AfD und Siegmund ausdrücklich zu dem aus seiner Sicht historischen Erfolg.

„Brandmauer“ laut Kickl vor dem Ende

Besonders deutlich wird der FPÖ-Chef beim Umgang der übrigen deutschen Parteien mit der AfD. CDU, SPD, Grüne und Linke lehnen eine Zusammenarbeit mit der Partei ab. Kickl interpretiert das Wahlergebnis hingegen als Absage der Bevölkerung an diese politische Abgrenzung.

„Die Wähler haben heute nicht nur die AfD gewählt, sondern vor allem auch die versammelte Front der Systemparteien abgewählt“, erklärt Kickl. Die Wähler hätten an der Wahlurne jene „Brandmauer eingerissen“, die aus seiner Sicht gegen die AfD errichtet worden sei.

Dass daraus tatsächlich ein Ende der politischen Abgrenzung gegenüber der AfD folgt, steht allerdings nicht fest. Vertreter anderer Parteie lehnen eine Zusammenarbeit auch nach der Wahl weiter konsequent ab.

Kickl zieht Parallele zu Österreich

„Mit dem heutigen Tag weht wieder der starke Wind der Freiheit von 1989 durch Deutschland. Die Menschen holen sich ihr Land und ihre Heimat zurück!“ Für den FPÖ-Chef besitzt der Wahlausgang auch eine österreichische Dimension

Was sich in Deutschland zeige, sei laut Kickl „dieselbe unaufhaltsame Dynamik“, die auch in Österreich eine von ihm so bezeichnete „patriotische Wende“ vorantreibe.

Kickl sieht Alice Weidel im Kanzleramt

Kickl erwartet, dass die AfD auch auf Bundesebene weiter zulegen werde. Die Entwicklung werde seiner Ansicht nach „letztlich mit einer Bundeskanzlerin Alice Weidel ihren endgültigen Durchbruch erzielen“.

FPÖ-Chef nimmt Bundesregierung ins Visier

Zum Abschluss richtet Kickl den Blick vollständig nach Österreich und nutzt den AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt für einen Angriff auf die Bundesregierung

„So wie heute in Deutschland die unselige Brandmauer der Ausgrenzung von den Wählern eine Abfuhr erhalten hat, so wird auch die ‚Verlierer-Ampel‘ als ihr österreichisches Pendant spätestens bei der nächsten Wahl von den Wählern ins politische Abseits befördert werden." 

Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: "Die Zeit der Patrioten und des Systemwechsels ist gekommen!“

 

 

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