Gift in HiPP-Brei: Ministerin schlägt Alarm – "Bitte vorsichtig sein"
- Rattengift in HiPP-Babynahrung: Gefahr ist real
- Polizei warnt vor weiteren Gläsern
- Ministerin warnt Bevölkerung
- Rückruf in ganz Österreich
- Was Eltern jetzt tun sollten
Der HiPP-Rückruf in Österreich spitzt sich weiter zu. Nachdem bereits ein mit Rattengift belastetes Babynahrungs-Glas sichergestellt wurde, erreicht der Fall die politische Ebene. Gesundheitsministerin Korinna Schumann zeigt sich „zutiefst bestürzt“ und warnt: „Bitte seien Sie vorsichtig.“ Hintergrund ist die Unsicherheit, ob sich weitere manipulierte HiPP-Gläser im Umlauf befinden.
Rattengift in HiPP-Babynahrung: Gefahr ist real
Im Burgenland wurde ein Glas der Sorte „Karotte mit Kartoffel“ sichergestellt. Der Inhalt wurde positiv auf Rattengift getestet. Gekauft wurde das Produkt zuvor in einer Spar-Filiale in Eisenstadt. Ein Verzehr hat in diesem Fall nicht stattgefunden.
Besonders gefährlich ist die Wirkung solcher Gifte: Sie hemmen die Blutgerinnung und führen oft erst verzögert zu Symptomen. Tage nach dem Verzehr können Blutungen, Schwäche oder starke Blässe auftreten. Ohne Behandlung kann eine Vergiftung lebensbedrohlich werden.
Polizei warnt vor weiteren manipulierten Gläsern
Die Ermittler gehen davon aus, dass sich mindestens ein weiteres manipuliertes HiPP-Glas im Umlauf befindet. Dieses wurde bislang nicht sichergestellt. Die Polizei spricht daher von einer anhaltenden Gefahrenlage und fordert erhöhte Aufmerksamkeit.
Verdächtige Gläser lassen sich an mehreren Merkmalen erkennen: ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Boden, beschädigte Deckel oder ein fehlendes Knack-Geräusch beim Öffnen. Auch ein ungewöhnlicher Geruch gilt als Warnsignal.
Ministerin warnt Bevölkerung
Gesundheitsministerin Korinna Schumann betont die Tragweite des Falls. „Es kann ja nicht nur Babys betreffen, auch Menschen mit Behinderungen nützen diese Gläser“, erklärt sie. Der Fall habe damit eine neue Dimension erreicht.
Ihr Appell: „Bitte seien Sie vorsichtig.“ Bei Unsicherheiten solle man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Rückruf in ganz Österreich
Der Lebensmittelhändler Spar hat als Reaktion sämtliche HiPP-Babykostgläser aus rund 1.500 Filialen entfernt. Damit zählt die Maßnahme zu den größten Rückrufen im österreichischen Lebensmittelhandel.
Kundinnen und Kunden können betroffene Produkte auch ohne Kassabon zurückgeben und erhalten den Kaufpreis rückerstattet.
Was Eltern jetzt tun sollten
Eltern wird dringend geraten, keine HiPP-Gläschen aus den betroffenen Märkten zu verwenden. Bereits gekaufte Produkte sollten umgehend retourniert werden.
Wurde Babynahrung bereits verabreicht, sollten Kinder genau beobachtet werden. Treten Symptome wie Blutungen, Schwäche oder Blässe auf, ist sofort medizinische Hilfe erforderlich. Wichtig ist, Ärzte aktiv auf den möglichen Verzehr hinzuweisen.
Quellen und Hilfe im Überblick
- HiPP Elternservice Österreich: +43 7612 76577-104 (erreichbar für besorgte Eltern)
- Polizei-Hinweisnummer Burgenland: +43 5913310-3333 (Meldung verdächtiger Gläser)
- AGES – Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit: Offizielle Produktwarnung ansehen
- HiPP Rückruf (OTS-Presseaussendung): Details zum Rückruf bei SPAR Österreich