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Gesundheitsministerin Korinna Schumann spricht bei einem Pressetermin und warnt im Zusammenhang mit dem HiPP-Rückruf vor Risiken durch manipulierte Babynahrung.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann warnt nach dem HiPP-Rückruf eindringlich vor möglichen Gefahren durch manipulierte Babynahrung.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann warnt nach dem HiPP-Rückruf eindringlich vor möglichen Gefahren durch manipulierte Babynahrung.
APA-Images / APA / HANS KLAUS TECHT

Gift in HiPP-Brei: Ministerin schlägt Alarm – "Bitte vorsichtig sein"

20.04.2026 um 09:14, Stefanie Hermann
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Rattengift in HiPP-Gläsern: Gesundheitsministerin Schumann schlägt Alarm. Eltern sollen jetzt besonders vorsichtig sein. Alle Infos.

Der HiPP-Rückruf in Österreich spitzt sich weiter zu. Nachdem bereits ein mit Rattengift belastetes Babynahrungs-Glas sichergestellt wurde, erreicht der Fall die politische Ebene. Gesundheitsministerin Korinna Schumann zeigt sich „zutiefst bestürzt“ und warnt: „Bitte seien Sie vorsichtig.“ Hintergrund ist die Unsicherheit, ob sich weitere manipulierte HiPP-Gläser im Umlauf befinden.

Rattengift in HiPP-Babynahrung: Gefahr ist real

Im Burgenland wurde ein Glas der Sorte „Karotte mit Kartoffel“ sichergestellt. Der Inhalt wurde positiv auf Rattengift getestet. Gekauft wurde das Produkt zuvor in einer Spar-Filiale in Eisenstadt. Ein Verzehr hat in diesem Fall nicht stattgefunden.

Besonders gefährlich ist die Wirkung solcher Gifte: Sie hemmen die Blutgerinnung und führen oft erst verzögert zu Symptomen. Tage nach dem Verzehr können Blutungen, Schwäche oder starke Blässe auftreten. Ohne Behandlung kann eine Vergiftung lebensbedrohlich werden.

Polizei warnt vor weiteren manipulierten Gläsern

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich mindestens ein weiteres manipuliertes HiPP-Glas im Umlauf befindet. Dieses wurde bislang nicht sichergestellt. Die Polizei spricht daher von einer anhaltenden Gefahrenlage und fordert erhöhte Aufmerksamkeit.

Verdächtige Gläser lassen sich an mehreren Merkmalen erkennen: ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Boden, beschädigte Deckel oder ein fehlendes Knack-Geräusch beim Öffnen. Auch ein ungewöhnlicher Geruch gilt als Warnsignal.

Ministerin warnt Bevölkerung

Gesundheitsministerin Korinna Schumann betont die Tragweite des Falls. „Es kann ja nicht nur Babys betreffen, auch Menschen mit Behinderungen nützen diese Gläser“, erklärt sie. Der Fall habe damit eine neue Dimension erreicht.

Ihr Appell: „Bitte seien Sie vorsichtig.“ Bei Unsicherheiten solle man nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Rückruf in ganz Österreich

Der Lebensmittelhändler Spar hat als Reaktion sämtliche HiPP-Babykostgläser aus rund 1.500 Filialen entfernt. Damit zählt die Maßnahme zu den größten Rückrufen im österreichischen Lebensmittelhandel.

Kundinnen und Kunden können betroffene Produkte auch ohne Kassabon zurückgeben und erhalten den Kaufpreis rückerstattet.

Was Eltern jetzt tun sollten

Eltern wird dringend geraten, keine HiPP-Gläschen aus den betroffenen Märkten zu verwenden. Bereits gekaufte Produkte sollten umgehend retourniert werden.

Wurde Babynahrung bereits verabreicht, sollten Kinder genau beobachtet werden. Treten Symptome wie Blutungen, Schwäche oder Blässe auf, ist sofort medizinische Hilfe erforderlich. Wichtig ist, Ärzte aktiv auf den möglichen Verzehr hinzuweisen.

Quellen und Hilfe im Überblick

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