Harald Ofner gestorben: Ex-Justizminister ist tot
- Harald Ofner gestorben
- Karriere bis ins Justizministerium
- Prägende Figur der FPÖ Niederösterreich
- Reaktionen
Der ehemalige Justizminister Harald Ofner ist tot. Der langjährige FPÖ-Politiker Harald Ofner ist am 8. April 2026 im Alter von 93 Jahren verstorben. Über Jahrzehnte hinweg hat Harald Ofner die österreichische Innenpolitik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene maßgeblich geprägt.
Harald Ofner: Handwerker zum Juristen und Politiker
Harald Ofner wurde 1932 in Wien geboren. Nach dem Besuch einer Napola während der NS-Zeit verließ er nach dem Krieg das Gymnasium und erlernte den Beruf des Starkstrommonteurs. Erst später holte er die Matura nach, studierte Jus und wurde Rechtsanwalt.
Sein politischer Aufstieg begann in Niederösterreich, wo er tief in der FPÖ verankert war. Harald Ofner war unter anderem Vizebürgermeister in Mödling und über viele Jahre hinweg Gemeinderat.
Karriere bis ins Justizministerium
Auf Bundesebene hat Harald Ofner eine lange politische Laufbahn absolviert. Insgesamt 20 Jahre gehörte er dem Nationalrat an. Zwischen 1983 und 1987 war er Justizminister in einer Koalition mit der SPÖ.
In dieser Zeit wurden zentrale Gesetze beschlossen, darunter das Staatsanwaltschaftsgesetz, das Suchtgiftgesetz sowie das Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz. Harald Ofner galt als konsensorientierter Politiker. Er selbst sagte später, er sei „immer auf Konsens aus“ gewesen und habe „mit allen verhandelt, bis wir Konsens hatten“.
Harald Ofner prägte FPÖ Niederösterreich
Auch innerhalb der FPÖ hat Harald Ofner über Jahrzehnte hinweg eine zentrale Rolle gespielt. Bereits 1976 wurde er zum Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich gewählt und übte diese Funktion zehn Jahre lang aus. Später wurde er Ehrenobmann.
Sein Einfluss reichte weit über seine aktive politische Zeit hinaus. Noch lange nach seinem Rückzug im Jahr 2002 galt Harald Ofner als prägende Stimme der freiheitlichen Bewegung.
Reaktionen aus der FPÖ: „Mann mit Rückgrat“
Die Reaktionen auf seinen Tod fallen innerhalb der FPÖ einhellig aus. Bundesparteiobmann Herbert Kickl bezeichnete Harald Ofner als „Mann mit Ecken, Kanten und vor allem einem unzerbrechlichen Rückgrat“. Er habe für „Standhaftigkeit, Prinzipientreue und politischen Anstand“ gestanden.
Auch Niederösterreichs FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer würdigte Harald Ofner als „herausragende Persönlichkeit“ und „aufrechten Patriot“, der sich nie dem Zeitgeist unterworfen habe.