Zeiler-Debatte: Erster SPÖ-Chef verlässt jetzt die Deckung
- Lercher schaltet sich in Zeiler-Debatte ein
- SPÖ soll rasch Verfahren festlegen
- Landesparteichefs sollen zusammenkommen
- Steirische SPÖ berät am Mittwoch
In der SPÖ kommt Bewegung in die Führungsdebatte rund um Gerhard Zeiler. Während sich die Parteispitzen bislang mit klaren Aussagen zurückhalten, verlässt nun der steirische SPÖ-Chef Max Lercher die Deckung. Er fordert ein klares Prozedere auf Bundesebene und ein Treffen der Landesparteivorsitzenden.
Lercher schaltet sich in Zeiler-Debatte ein
„Die aktuelle Debatte zeigt einmal mehr: Wir sind als Sozialdemokratie gefordert, alle persönlichen Interessen und Befindlichkeiten hintenanzustellen und im Sinne Österreichs professionell mit dieser Situation umzugehen“, erklärt Lercher im Namen der SPÖ Steiermark.
Eine Unterstützung für Zeiler spricht er dabei nicht aus. Der Steirer fordert aber, dass die Partei rasch festlegt, wie mit der Bewerbung umgegangen wird.
SPÖ soll rasch Verfahren festlegen
„Entscheidend ist jetzt, dass auf Bundesebene rasch Einigkeit über ein klares, professionelles Prozedere hergestellt wird, wie mit dieser Bewerbung umgegangen wird“, so Lercher.
Damit richtet sich sein Vorstoß direkt an die Bundespartei. Die Führungsfrage soll aus Sicht der Steirer nicht über Zurufe und Einzelstatements entschieden werden, sondern in einem abgestimmten Verfahren.
Landesparteichefs sollen zusammenkommen
Die SPÖ Steiermark unterstützt deshalb die bereits aus Kärnten erhobene Forderung nach einem Treffen der Landesparteivorsitzenden. „Jetzt muss Verantwortung übernommen werden, denn es geht nicht um Befindlichkeiten in der Partei, sondern um unsere Verantwortung für die Menschen im Land“, sagt Lercher.
Steirische SPÖ berät am Mittwoch
Am 30. September 2026 tritt der Landesparteivorstand der SPÖ Steiermark zusammen. Dort soll die weitere Linie abgestimmt werden. Dann dürfte klarer werden, wie sich die Steirer in der Führungsfrage positionieren.