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Gerhard Zeiler bei einem öffentlichen Auftritt. Der Medienmanager stellt sich für den SPÖ-Vorsitz zur Verfügung.
Gerhard Zeiler stellt sich für den SPÖ-Vorsitz zur Verfügung und bringt damit die Führungsdebatte um Andreas Babler neu in Gang.
Gerhard Zeiler stellt sich für den SPÖ-Vorsitz zur Verfügung und bringt damit die Führungsdebatte um Andreas Babler neu in Gang.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

Babler-Putsch: Zeiler will offiziell SPÖ-Chef werden

25.09.2026 um 13:41, Stefanie Hermann
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Gerhard Zeiler greift nach der SPÖ-Spitze. Doch Andreas Babler will laut APA nicht zurücktreten. Jetzt könnte die Parteibasis entscheiden.

Jetzt ist es keine Personal-Spekulation mehr: Gerhard Zeiler stellt sich für den SPÖ-Vorsitz zur Verfügung. Der internationale Medienmanager macht damit aus den wochenlangen Gerüchten eine offene Führungsfrage. Amtsinhaber Andreas Babler denkt laut APA-Informationen allerdings nicht an einen Rückzug.

​Zeiler sagt jetzt selbst: „Ich stehe zur Verfügung“

Wochenlang hat vor allem der Boulevard über Gerhard Zeiler als möglichen Nachfolger von Andreas Babler spekuliert. Nun hat sich der 71-Jährige selbst positioniert. Im großen Sonntagsinterview in der Kronen Zeitung erklärt der frühere ORF-Generalintendant, dass er bereit sei, Verantwortung an der Spitze der SPÖ zu übernehmen.

„Da mein Name jetzt seit einigen Wochen wieder durch die Presse gegeistert ist, habe ich mir gesagt, du musst dich entscheiden. Man kann das weder anderen noch sich selbst zumuten, nicht klar Stellung zu nehmen“, begründet Zeiler seine Entscheidung.

„Bin ich in der Lage, das zu tun? Habe ich die Kraft dazu? Habe ich das Wissen dazu? Habe ich die Erfahrung dazu? Habe ich den notwendigen Mut, auch Dinge zu ändern? Meine Antwort lautet: Ja. Ich stehe zur Verfügung.“

​„Ich glaube, dass ich die richtige Person bin“

Zeiler verbindet seinen Vorstoß mit einer deutlichen Einschätzung der Situation seiner Partei: „Ich glaube, dass ich die richtige Person bin, um die Partei aus diesem historischen Tief herauszuführen.“

Die seit Wochen laufende Debatte um Bablers Zukunft bekommt damit eine völlig neue Qualität. Noch am 22. September berichtete der ORF, dass der SPÖ-Chef parteiintern stark unter Druck stehe und eine personelle sowie inhaltliche Neuausrichtung gefordert werde. Zeiler wurde dabei bereits als mögliche Alternative genannt.

​Babler will seinen Platz nicht räumen

Ein freiwilliger Wechsel an der Parteispitze zeichnet sich vorerst dennoch nicht ab. Nach APA-Informationen denkt Andreas Babler nicht daran, als SPÖ-Chef zurückzutreten. Er wurde erst im März erneut zum Parteivorsitzenden gewählt.

Zeilers Ansage hat damit das Potenzial, eine erneute, längere innerparteiliche Auseinandersetzung loszutreten. Eine Direktwahl um den Parteivorsitz kann verlangt werden, wenn zehn Prozent der Parteimitglieder dies fordern. 

Wie die Landesparteien und die Teilorganisationen auf Zeilers Vorstoß reagieren, ist aktuell noch unklar. Noch liegen keine offiziellen Statements vor.

​Zeiler spielt den Ball der SPÖ zu

Der Medienmanager macht jedenfalls deutlich, dass er den Vorsitz nicht um jeden Preis anstrebt. Die Partei müsse entscheiden, ob sie ihn tatsächlich an ihrer Spitze haben wolle.

„Ich habe noch nie in meinem Leben wo gearbeitet, wo ich nicht gewollt bin. Und jetzt muss die SPÖ sagen: Ist Gerhard Zeiler gewollt oder ist er nicht gewollt?“

Aus den wochenlangen Spekulationen ist damit eine konkrete Personalfrage geworden. Ob daraus tatsächlich ein Duell um die SPÖ-Spitze wird, hängt nun von den weiteren Schritten innerhalb der Partei ab.

Weiterführende Informationen

Das ausführliche Interview mit Gerhard Zeiler und seine Aussagen zur möglichen Übernahme des SPÖ-Vorsitzes lesen Sie bei krone.at: „Ich bin der Richtige“: Zeiler will Babler ablösen.

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