Test: VW ID.5 GTX – Interessante Volksfragen zum Volkswagen

Der neue ID.5 ist in der GTX-Version so etwas wie ein flotter Hirsch bzw. eine elektrische Speerspitze von Volkswagen. Was sind aber Schwarmdaten? Wofür steht das Kürzel GTX? Wie sieht es mit der Reichweite aus und warum fährt der ID.5 ganz von alleine nach Hause? Wir beantworten diese Volksfragen...
Autor: Werner Christl, 26.08.2022 um 11:43 Uhr

Flott.

Im Vergleich zum „normalen“ ID.5 ist der GTX ein ziemlich flottes Kerlchen. Trotz seiner 2,2 Tonnen geht es erstaunlich dynamisch zur Sache. 299 PS zeigen eben Wirkung. Verglichen mit der Pro (174 PS)- und der Pro-Performance-Variante (224 PS) ist der GTX ganz klar um einiges giftiger und beschleunigt deutlich besser. Das Kürzel GTX steht vereinfacht gesagt für Allrad und viel Power. Insgesamt ist ein ID.5 mit seinen 4,6 Metern Länge optisch eine echte Erscheinung. Bis zur B-Säule ein ID.4 und danach durch die Coupéform ein ID.5. Viel wichtiger ist aber die Ladefrage!

Das Laden.

Ja, die 77 kWh-Batterie ist am Supercharger schnell voll. VW spricht von 135 kW Ladeleistung. Wir haben an der Schnellladestation 110 bis 120kW geschafft, was diesen Wert bestätigt, weil ja an der Ladestation nicht immer die volle Leistung abgefragt werden kann. So gesehen sind nach etwa einer halben Stunde 80 Prozent des Akkus voll. Danach geht’s wie immer langsamer voran, damit die Batterie geschont wird. Beim Verbrauch kamen wir auf 19 kWh. Die beim GTX angegebene Reichweite von etwa 500 Kilometern schafften wir damit nicht, aber 400 sollten locker drinnen sein. 

Foto: ©Werner Christl

Der Arbeitsplatz.

Im Cockpit sieht es so wie im ID.4 aus. Der Infotainment-Screen lässt sich logisch, gut und ohne Verzögerungen bedienen, was beim ID.3 nicht wirklich der Fall war. Da hat man nachgebessert. Warum man zum Öffnen der hinteren Fenster gleich zwei Knöpfchen drücken muss, bleibt ein Geheimnis. Spannend sind die neuen Assistenten im ID.5. Zum einen greift der Deutsche in die Schwarmdaten-Trickkiste. Heißt: Er greift auf Fahrdaten anderer Autos zu und erkennt damit Kurven, veränderte Fahrbahnbeschaffenheit usw. Zusätzlich fährt der ID.5 nach dem Überholen automatisch wieder auf die rechte Fahrbahnseite und wer möchte kann sich die letzten 50 Meter daheim vom Auto automatisch heimfahren bzw. einparken lassen. Fazit: Der ID.5 ist am E-Auto-Markt einer der besten. Der Startpreis des GTX liegt bei 61.150,- Euro. Hier wird noch die E-Förderung abgezogen. Vergleicht man dies mit einem etwa gleich starken Allrad-Benziner-Tiguan ist da nicht viel Unterschied. Ein Auto mit sehr gutem Fahrwerk, solider Verarbeitung, toller Optik und guten Platzverhältnissen.