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Ein silberner MINI Countryman - mit goldenen Dach - steht vor einem Fluss. Es sind keine Menschen zu sehen. Am anderen Ufer befindet sich ein dichter Laubwald, zu dem sind zwei Häuser zu sehen.
170 PS bringt der MINI Countryman auf die Straße.
170 PS bringt der MINI Countryman auf die Straße.
Christl

Test: Dieser MINI ist ziemlich MAXI

18.05.2024 um 09:09, Werner Christl
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Wer mit der faden Automasse mitschwimmen will, muss diesen Test nicht lesen. Der für MINI riesige Countryman ist schon ein bunter Hund in der Branche.

Der Maxi-MINI ist immerhin über 4,4 Meter lang und 1,85 Meter breit. Zum Vergleich: Der erste MINI aus dem Hause BMW war 3,6 Meter lang und der Ur-MINI überhaupt nur drei Meter. Da stellt man sich schnell die Frage, ob der neue Countryman noch ein MINI ist. Nun, in den Grundzügen schon. Natürlich fährt sich ein Countryman völlig anders als ein MINI Cooper als Zweitürer, aber er lässt sich erstaunlich wendig fahren.

Viel Kraft mit dem Sportmodus

Vielleicht nicht das bekannte Gokart-Feeling, aber trotzdem superagil. Überrascht hat uns auch der Dreizylinder-Benziner, der größer klingt als erwartet und 170 PS aus 1,5 Liter Hubraum herausquetscht. Die Fronträder tun sich zum Teil schwer, die Kraft auf die Straße zu bringen. Im Sportmodus steht die Kraft überraschend schnell zur Verfügung. Im Eco-Modus gibt es eine Gedenksekunde. Der Verbrauch des Mild-Hybrid: im Test 6,8 und laut Hersteller 5,9 Liter.

Das Innere des MINI Countryman: Braune Sitze,  das Armaturenbrett leuchtet in blaugrünem Strickmaterial. Der Screen ist rund. Knöpfe gibt es praktisch keine mehr, nur einen Drehschalter zum Starten, einen für die Fahrmodi und einen Drehknopf für die Lautstärke gibt es, dazu noch der Button für das Heizen.
Das Cockpit des ­Countryman ist alles andere als gewöhnlich.

Spaß muss sein

Der Innenraum ist eines sicher nicht – langweilig! Das Armaturenbrett leuchtet in blaugrünem Strickmaterial, auf das in der Nacht Lichtspielchen projiziert werden. Der Screen ist, eh klar bei MINI, rund. Knöpfe gibt es praktisch keine mehr, nur einen Drehschalter zum Starten, einen für die Fahrmodi und einen Drehknopf für die Lautstärke gibt es, dazu noch der Button für das Heizen. Der Look des Screens und die Handhabung sind ganz klar verspielt. So hört man beim Umschalten auf den Fahrmodus „Go-Kart“ den Super-Mario juchazen!

Mehr Platz gab es noch nie

Der Screen reagiert mit ganz kleinen Verzögerungen. Insgesamt ist aber alles logisch aufgebaut. Trotzdem wird sehr viel über den Schirm abgewickelt, das ist nicht immer die beste Lösung. So braucht man Kinderfingerchen, um die Sitzheizung einzuschalten, denn der ­anzutippende Bereich ist winzig. An der Verarbeitung kann man nicht meckern. Alles wertig, vor allem die Sitze. Noch ein Satz zu den Platzverhältnissen: Mehr Platz gab es in einem MINI noch nie!

Eine Frage des Preises 

Insgesamt ist der Countryman ein bunter Hund. Das war schon immer so. Ein MINI muss optisch und beim Fahren Spaß machen. Der Test-Countryman bietet zwar weniger Fahrspaß als sein kleiner Verwandter, aber dafür viel mehr Platz. Der Test-MINI mit umfangreicher Ausstattung hatte einen stolzen Endpreis von 58.000 Euro. Der Startpreis liegt bei diesem Modell bei 39.640 Euro. Die 204-PS-Elektro­variante kostet vertretbare 43.500 Euro. 

Der MINI Countryman macht von hinten eine gute Figur: Die roten Rücklichter, der silberne Lack und das goldene Dach harmonieren. Der MINI steht am Ufer eines Flusses, auf einen asphaltierten Parkplatz.
Der MINI Countryman macht auch von hinten eine gute Figur.

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