Tesla droht mit Model 3 ein Debakel

Seit rund drei Jahren wird das Model 3 des Autobauers Tesla ausgeliefert. Jetzt droht Besitzern bei der ersten Hauptuntersuchung (Pickerl) in Deutschland Ungemach, denn Schlampereien an der Karosserie könnten zum Problem werden.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 22.07.2022 um 08:00 Uhr

Eigentlich ist das Model 3 ein Glücksfall für Tesla, es verkauft sich wie geschnitten Brot und ist mittlerweile eines der meistverkauften E-Autos der Welt. Als die ersten Modelle im Frühjahr 2019 ausgeliefert wurden, gab es lobende Worte für den kleinsten Tesla. Seither hat sich aber bei einigen Autos die Qualität laut Berichten verschlechtert und das könnte jetzt in Deutschland zu Problemen mit dem TÜV, also dem dortigen Pickerl, führen. Auch in Deutschland muss ein Neuwagen nämlich, wie bei uns, erst nach drei Jahren das erste Mal zur Inspektion. Wie ein deutsches Autoportal berichtet, könnte dies aber zum Debakel für Tesla und Teslafahrer werden.

Kein "Pickerl" für quasi neue Autos

Schäden an der Karosserie des Model 3 werden laut einem Gutachter nur kosmetisch behandelt. Konkret handelt es sich um Risse im Unterboden, die aber nur bei Reifenwechsel und Überprüfungen auffallen. Mehrere Tesla-Käufer haben deswegen bereits geklagt und deutsche Gerichte sind damit befasst. Ein Gutachter befürchtet, dass wenn die Schäden im großen Stil auftreten, den nur drei Jahre alten Autos das "Pickerl" respektive die Plakette verwehrt werden könnte. Ein Super-Gau für die Firma. Tesla reagiert aber weiterhin mit einer Vogel Strauß Taktik und verbessert die lt. Gutachtern gravierenden Mängel mit einfacher Neulackierung. Die anhängigen Gerichtsverfahren dürften erst Ende 2022 entschieden sein.