Steigende Spritpreise: CO2-Steuer als Preistreiber...

Die CO2-Steuer lässt die Spritpreise an den Tankstellen noch weiter steigen. 2023 kommt kommt schon die nächste Erhöhung der CO2-Steuer. Und: Der Staat schneidet durch eine Mehrwertsteuer auf die CO2-Steuer auch noch kräftig mit.
Autor: Werner Christl, 07.10.2022 um 12:27 Uhr

Spritpreisbremse?

Derzeit hören wir viel von Bremsen. Da gibt es eine Gaspreisbremse, eine Strompreisbremse, eine Tempobremse auf Autobahnen. Nur beim Sprit wird sozusagen ordentlich Gas gegeben. Seit 1. Oktober gibt es die davor ausgebremste CO2-Steuer. Wir zahlen etwa weitere 10 Cent mehr pro Liter. In „normalen“ Zeiten wäre eine solche CO2-Bepreisung nachvollziehbar. In Zeiten, wo jeder Bürger ob der Inflation ein Sauerstoffzelt beim Einkauf benötigt, fällt dies doch etwas schwer. Bei einem Dieselpreis von um die zwei Euro muss man wohl niemandem mehr klarmachen, dass Autofahren schädlich ist. Nicht nur für die Umwelt, auch für die Geldtasche. Was mir jetzt noch fehlt, ist eine allgemeine „Denkbremse“. So würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen müssen, warum auf eine Co2-Steuer noch die Mehrwertsteuer draufgepackt wird.

Eine Steuer auf die Steuer?!

Steuer auf Steuer Mineralölsteuer, CO2-Steuer und Mehrwertsteuer machen zusammen vorsichtig geschätzt bei den derzeitigen Preisen etwa 80 Cent aus. Und: Bereits 2023 wird die CO2-Steuer noch einmal erhöht, was dem Staat wiederum mehr Geld in die Kasse spült und uns weiter wirtschaftlich ausbremst. Insofern haben wir hier gleich noch eine Bremse – die Wirtschaftsbremse. Sagen wir es so: Der Staat verdient generell an Energiepreisen immer mehr Geld, durch die Steuer auf die CO2-Steuer noch etwas mehr, um es dann wieder über einen Klimabonus zu verteilen. So ganz nachvollziehbar ist das nicht!