Veronika Puxkandl: Warum Vielfalt mehr verbindet als trennt
Was alles steht auf Deiner Visitenkarte, und wie oft erklärst Du Deinen Job?
Veronika Puxkandl-Fehlinger: Allem voran mein Firmenname Interculture Training & Consulting e. U. sowie meine Tätigkeiten: Training, Coaching, Moderation – und bald auch Mediation. Beim Wort „Interkultur“ kam noch vor Jahren die Assoziation „Multikulti“ und „Ausländer“, das hat sich aber durch den Fachkräftemangel und die dadurch steigende Internationalisierung der Betriebe verändert und ist heute durchwegs positiv besetzt.
„Interkulturell“ steckt also in uns?
Veronika Puxkandl-Fehlinger: Unsere „Kinderstube“ und Werte sind uns tief eingeprägt, im Alltag machen wir uns darüber aber wenig Gedanken. Daher ist die Reflexion der eigenen Werte, die ich in meinen Seminaren anbiete, so wichtig – weil sie der Maßstab für die Bewertung anderer Kulturwerte sind. Dabei kann es um Regeln, Leistungsdenken oder die Bedeutung von Beziehungsaufbau gehen. Im Büro, in der Produktion oder auf der Spitalsstation, wenn der Druck steigt und wir mit anderen Kulturwerten in Berührung kommen – da kann es zu Reibungen und Irritationen kommen, vor allem dann, wenn unsere Arbeits-, Kommunikations- und Führungsstile nicht mehr greifen. Und genau dann wird spannend, wie wir reagieren.
Wer sucht Ihre Unterstützung?
Veronika Puxkandl-Fehlinger: All jene, die effektive Zusammenarbeit in diversen Teams stärken wollen. Inhaltlich betrifft dies Führungskräfte-Trainings sowie Sensibilisierungen zu Diskriminierung, Mobbing und sexueller Belästigung – auch präventiv. Ich werde zudem von Firmen gebucht, die ihre Mitarbeitenden mit interkulturellem Know-how auf Auslandseinsätze oder die Zusammenarbeit mit neuen Zweigniederlassungen bzw. Offshore-Development-Centern vorbereiten. Und natürlich kommen auch einige, wenn schon der Hut brennt – dann geht es um interkulturelle Konfliktlösung und Team-Mediation.
Welche Themen bleiben sensibel?
Veronika Puxkandl-Fehlinger: Meiner Erfahrung nach gibt es Informationslücken im Bereich LGBTIQA+. Häufig erlebe ich ablehnende Haltungen in Seminaren, wenn ich über Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung und deren Diskriminierungsschutz im Arbeitsbereich spreche. Wichtig ist, hier Aufklärung zu schaffen – nur Wissen nimmt Ängste und Widerstand.
Ist Gleichberechtigung 2026 wirklich nur ein reines „Frauenthema“?
Verionika Puxkandl-Fehlinger: Nein, ein Menschheitsthema. Sie befreit auch Männer von der Erwartung, immer stark sein zu müssen oder allein Verantwortung zu tragen. Studien zeigen: Männer in gleichberechtigten Gesellschaften leben gesünder, zufriedener und vor allem auf Augenhöhe!
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Es braucht ein …
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Mobbing im Job ist …
Veronika Puxkandl-Fehlinger: weit verbreitet und kein Konflikt.
Auch Bossing ... ist
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Das Wichtigste im Team ... ist
Veronika Puxkandl-Fehlinger: psychologische Sicherheit.