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FOTOS: ANTJE WOLM, PRIVAT

Lukas Binder: KI kommt an gute Werbeideen nicht heran

25.08.2026 um 12:10, Natalija Traxler
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Der Kreativkopf der Next Generation, Lukas Binder, verrät, warum die Golden Idea nicht aus dem Algorithmus kommt – und nie kommen wird.

Wer Euch kennt, weiß: Ihr seid keine 08/15-Agentur. Also Lukas, was treibt Euch an?
Lukas Binder: stroblbinder ist ein hybrides Werbeagentur-Modell über Bundesländergrenzen hinweg. Wir verbinden das Handwerk langfristiger Markenführung mit frischen, jungen Zugängen: kollaborative Teams, interdisziplinäre Spezialist:innen und authentische Kommunikations-Lösungen, die länger halten als ein flotter Social-Media-Post.

Es gibt Unternehmen, die jede:r kennt und solche, die niemand vergisst. Was zeichnet sie aus?
Lukas Binder: Im Balanceakt: Aufmerksamkeit erzeugen, ohne zu nerven. Begehrlichkeit auslösen, ohne oberflächlich zu sein. Marken, die niemand vergisst, haben emotionalen Tiefgang, authentische Botschaften, eine klare Haltung oder ein scheinbar endloses Media-Budget.

Du arbeitest mit vielen Unternehmer:innen zusammen – aber was macht aus guten außergewöhnliche?
Lukas Binder: Außergewöhnliche erkennt man oft beim Empfang: Die Mitarbeiter:innen sind beflügelt und empowered – man spürt die Unternehmens-DNA. Was sie eint: echte Großzügigkeit gegenüber dem Team, aber auch gegenüber ihren Kund:innen. Sie denken langfristig, partnerschaftlich und wollen Gemeinsames schaffen – vom Produkt bis ins Teamwork.

Braucht es mehr Mut zur Marke?
Lukas Binder: Mutig sein heißt für mich, in Zeiten der Verunsicherung Stabilität zu geben. Mutige Unternehmen investieren auch in rauen Zeiten in ihre Marke, fahren Imagekampagnen und betreiben Employer Branding – nicht nur bei Personalbedarf, sondern weil sie verstanden haben: Kommunikation ist kein Schalter, den man an- und ausknipst. Und manchmal ist das Mutigste überhaupt, echte Haltung zu bewahren, statt sich nach jedem Trend zu verbiegen.

Sind große Ideen berechenbar?
Lukas Binder: Daten, KPIs und Analysen sind eine starke Basis, von der man wegarbeiten kann. Die Golden Idea? Die stammt immer noch aus der Feder von Menschen. KI kann die Startrampe schärfen, Muster erkennen, Orientierung geben, doch an die verdammt guten Werbekonzepte und -texte kommt sie nicht heran. Das „kreative Bauchgefühl“ ist letztlich nichts anderes als Erfahrung und Expertise in Aktion.

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