Stressfrei durch den Herbst

Die Tage werden kürzer, die Rocklänge wird wieder länger und das Auto braucht am Morgen auch seine Zeit, bis es warm ist. Der Herbst zieht ein – und mit ihm verabschiedet sich der Sommer, der wie jedes Jahr gefühlt viel zu kurz war. Morgens kommt man schwer aus dem Bett, und wenn man aus dem Fenster blickt, würde sich das Bett als Arbeitsplatz besser eignen. Die Damen frösteln, die Herren sind träge und vieles fühlt sich nicht so wie noch vor einigen Wochen an. Hinzu kommt das Mehr im Straßenverkehr, die Kinder müssen zur Schule gebracht werden und im Büro sollte die Leistungskurve auch wieder auf 100 Prozent hochgefahren sein. Wenn das kein Garant für den Tiefstand auf dem persönlichen Stimmungsbarometer ist, das noch weniger vorhat, wieder nach oben zu gehen. In der Fachsprache spricht man auch von einem saisonal abhängigen Verstimmungszustand – kurz SAD genannt.

Tag-Nacht-Rhythmus.

Grund für die schlechte Laune oder den sogenannten „Herbstblues“ ist schlicht und einfach der Mangel an Licht, wenn die Tage kürzer werden. Der wichtigste Tipp lautet daher: Statt zu ungesundem Essen zu greifen, lieber Sportklamotten anziehen und eine Runde an der frischen Luft gehen! Selbst die kleinsten Bewegungseinheiten bei Tageslicht verhelfen dem Körper bei der Umstellung des Tag-Nacht-Rhythmus im Herbst. Das Licht, welches unser Körper über Augen und Haut aufnimmt, hat unmittelbaren Einfluss auf den Melatonin Haushalt bzw. wird durch den entstehenden Lichtmangel die Produktion des Glückshormons Serotonin zurückgefahren. Dieses wirkt normalerweise antriebssteigernd und stimmungsaufhellend. Das Hormon Melatonin regelt den Schlaf-Rhythmus und ist hauptsächlich dafür verantwortlich, dass wir morgens schlecht aus dem Bett kommen. Aber auch die Produktion von Botenstoffen wie Dopamin und Noradrenalin wird reduziert. Die Auswirkung: Man fühlt sich müde und niedergeschlagen.

Yogaübungen am Wasser

 

Ursache und Wirkung.

Nicht nur Lichtmangel ist schuld an unserer schlechten Laune, auch die Zeit nach dem Urlaub ist oftmals eine Herausfordernde. Der Berufsalltag und die ständige Erreichbarkeit, die Mehrfachbelastung durch Familie und Haushalt sowie der volle Terminkalender auch am Wochenende: Stress ist damit vorprogrammiert. Zwar ist Stress eine subjektive Empfindung und wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich wahrgenommen, dennoch führt dieser Zustand oftmals zu unerwünschten Auswirkungen, die im schlimmsten Fall im „Burn out“ Syndrom enden können. Rechtzeitige Maßnahmen sind auf jeden Fall förderlich.

Essen als Seelentröster.

Schokolade macht glücklich, das wissen wir spätestens seit dem letzten Liebeskummer. Alkohol hingegen ist hier keine gute Lösung. Greifen Sie lieber zu wertvollen Lebensmitteln, die nicht nur regional, sondern vor allem auch saisonell angeboten werden. Denn Mutter Natur hat sich bei dem Reifen gewisser Obst und Gemüsessorten zu dieser Jahreszeit ihren Teil gedacht. Zum Beispeiel steckt in Feigen oder in Äpfeln nicht nur hochwertiges Vitamin C, auch der Botenstoff Seratonin, der für die Ausschüttung der Glückshormone zuständig ist, kann dem Stimmungstief entgegenwirken. Kleine Helfer – große Wirkung. In einem hektischen Alltag kann es durchaus vorkommen, dass gesunde Ernährung nicht an der Tagesordnung steht. Dabei tragen ein gesunder Darm sowie eine ausreichende Menge an Vitamin D im Körper maßgeblich zum Wohlbefinden in der grauen Jahreszeit bei. Lassen Sie sich doch von Ihrem Arzt oder einem Spezialisten in punkto Nahrungsergänzungsmitteln beraten. Pro und Präbiotika sowie Pflanzenextrakte verhelfen nicht nur zu einer gesunden Darmflora, auch die Haut kann durch die Einnahme der hoch konzentrierten Helferlein profitieren.

Autor: Violeta Danicic, 21.09.2021