Speed Champion
Wann ist Dir klar geworden, dass Motorsport für Dich mehr als ein Hobby ist und wann wusstest Du, dass genau das Dein Weg ist?
Bereits im Alter von sieben Jahren habe ich mein Interesse für den Motorsport entdeckt. Den Moment, in dem ich für mich entschied, dass dies mein Weg ist, erlebte ich, als ich zum ersten Mal auf einer Kartbahn fuhr und meine Runden drehte.
Was fasziniert Dich an der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM), und warum ist gerade das Dein großes Ziel?
Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für den Tourenwagensport. Für mich ist es die perfekte Mischung aus Adrenalin und Speed – genau das, was für mich die Faszination des Rennfahrens ausmacht.
Wie sieht ein typischer Trainingstag bei Dir aus – vom Aufstehen bis zum Feierabend? Ist das eher Vollgas pur oder steckt dahinter hauptsächlich konzentrierte Feinarbeit?
Mein Training folgt einem strukturierten Ablauf. Die Einheiten aus Cardio und Kraft absolviere ich mit voller Intensität, während das Training am Simulator vor allem auf konzentrierte Feinarbeit ausgerichtet ist.
Schule, Training, Familie & Co.: Wie bringst Du alles unter einen Helm?
Natürlich ist das alles sehr herausfordernd – besonders jetzt während meines Maturajahrs, das ohnehin schon kompliziert genug ist. Mein Training im Fitness-Studio findet entweder frühmorgens vor der Schule oder spätabends statt. Untertags widme ich mich ganz der Schule, dem Lernen und allem, was mit dem Rennsport zu tun hat. Am Wochenende stehen dann Einheiten am Simulator und im Rotax-Kart auf dem Programm, um meine Fahrtechnik zu perfektionieren.
Wer hat Dich auf Deinem bisherigen Weg am meisten unterstützt, und wie wichtig ist Dir dieser Rückhalt, wenn Du um jede Zehntelsekunde kämpfst?
Zum einen haben mich meine Eltern von Anfang an im Rennsport unterstützt, zum anderen geht mein großer Dank auch an das gesamte Engstler Motorsport-Team, das mich auf meinem Weg mit ganzem Herzen und vollem Einsatz unterstützt. Natürlich darf ich keinesfalls meine großartigen Sponsoren vergessen, darunter allen voran Blue Bomb, HDM, Schwarzmüller und meine Freunde von GlobeAir. Ihre Unterstützung bedeutet mir unglaublich viel und macht es möglich, dass ich meinen Weg im Motorsport konsequent gehen kann.
Motorsport ist ein teures Pflaster – wie schwierig ist es für einen jungen Fahrer, die richtigen Partner und wichtige Sponsoren zu finden?
Gerade als junger Fahrer ist man auf die Unterstützung von Außenstehenden und bedeutenden Unternehmen angewiesen. Es ist jedoch eine große Herausforderung für Nachwuchstalente, Partner zu finden, die langfristig begleiten und unterstützen. Dabei zeigt sich stets, wie wertvoll und inspirierend eine Partnerschaft sein kann und es macht allen Beteiligten Freude zu sehen, welche Möglichkeiten und Entwicklungen dadurch entstehen. Gleichzeitig bleibt es jedes Jahr eine absolute Herausforderung, solche Partnerschaften aufzubauen.
Wenn Du heute einen Sponsor triffst, der Dich noch nicht kennt: Womit würdest Du ihn überzeugen, in Dich und Deine Karriere zu investieren?
Ich würde ihm einen Einblick in meine Ambitionen und meine Leidenschaft für den Motorsport geben und erklären, wie konsequent ich an mir arbeite, um meine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig würde ich ihm zeigen, wer ich abseits der Rennstrecke bin – wie ich ticke, was mich motiviert und wofür ich wirklich brenne.
Was war bisher Dein forderndster Moment auf der Rennstrecke?
Mein erster Tag in einem GT3-Rennwagen und mit diesem eine Einheit zu werden.
Wenn Du mal nicht im Cockpit sitzt –gibt es da Momente, in denen Du den Renn-Sound im Kopf abschalten kannst?
Rennsport ist pure Passion, man beschäftigt sich daher 24/7 damit oder gar nicht!
Wo siehst Du Dich in drei Jahren, und wie realistisch ist Dein DTM-Traum?
In drei Jahren sehe ich mich auf den verschiedensten Rennstrecken rund um die Welt – vielleicht sogar in der DTM. Ob das eintritt, wird die Zukunft zeigen, aber meinen Traum habe ich auf jeden Fall klar vor Augen.