Sparkasse OÖ: Mit Frauenpower in die Zukunft

Sie sind viel im Unternehmen unterwegs. Muss man als weibliche Führungskraft mehr Präsenz zeigen? Meiner Ansicht nach ist das keine ­Frage des Geschlechts. Als Führungskraft ist es wichtig, für Mitarbeiter greifbar und somit präsent zu sein.  

Sie sind Expertin für Finanzen. ­Welche Aktien findet man mit großer Sicherheit in Ihrem Portfolio?  Das Veranlagen in Aktien ist eine hochindividuelle Angelegenheit und von ­verschiedenen Faktoren wie Risikobereitschaft und Anlagezielen abhängig. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass ich es so handhabe, wie wir es unseren Kunden auch empfehlen: In der Ver­mögensveranlagung ist es ratsam, breit aufgestellt zu sein und nicht alles auf einmal zu investieren. Um dies bestmöglich umzusetzen, sind für Privat­anleger Investmentfonds eine gute Möglichkeit. Im Bereich der Einzel­aktien ist es empfehlenswert, den Fokus auf Unternehmen zu richten, deren Geschäftsmodelle man versteht und von deren langfristiger Investment-­Story man überzeugt ist. Idealerweise sind es Produkte oder Dienstleistungen, die man auch selbst in Anspruch nimmt.  

Mit welchem Verhältnis zu Geld sind Sie groß geworden? Die Welt der Zahlen und somit auch des Geldes hat mich schon immer fasziniert. Daher würde ich sagen, dass ich mit einem gesunden Verhältnis zu Geld aufgewachsen bin. Meine Eltern haben mir als Kind Taschengeld gegeben – eine bewährte Methode der Gelderziehung, mit der ich ein Gefühl für Geld entwickeln konnte. Dieses Thema ist heute wichtiger denn je, daher ist es essenziell, den vernünftigen Umgang mit Geld schon früh zu erlernen und junge Menschen auf den Umgang mit Geld vorzubereiten.

Steckbrief von Frau Huber

Welche Ratschläge haben Sie für die Zukunftsvorsorge? Eine Vorsorge für die Zukunft ist immer ratsam. Genauso wichtig wie die ­körperliche und geistige Vorsorge ist die finanzielle Vorsorge. Es gibt verschie­dene Arten, um für später vorzusorgen, wie beispielsweise die private Pensions­vorsorge, die Gesundheitsvorsorge, aber auch mit Investitionen in den Kapitalmarkt – wie Fondssparplänen oder Wertpapieren – kann vorgesorgt werden. Bevor der langfristige Vermögens­aufbau beginnt, sollte ein finanzielles ­Polster für unvorhergesehene Ausgaben geschaffen werden. Zudem sollte die Finanzierung geplanter Anschaffungen gewährleistet sein. Bei diesen Anlagezielen steht die Sicherheit – und nicht die Rendite – der Geldanlage im Fokus.  

Würden Sie sich privat als eher sparsam bezeichnen? Ich würde mich als Menschen bezeichnen, der wirtschaftlich mit Geld umgeht.  

Was ist Ihr Lieblingsplatz? Das Bundesland Oberösterreich ist ein einziger Lieblingsplatz. Gerade die ­Vielfalt in unseren Vierteln macht es so interessant und abwechslungsreich.  

Wohin reisen Sie als Erstes, wenn Urlaub wieder möglich ist? Sobald es die Maßnahmen wieder zulassen, wird mich mein nächster Urlaub an ein schönes Plätzchen in Österreich führen. Unser Land hat so viel Sehenswertes zu bieten. Welcher Ort das aber genau sein wird, wird spontan entschieden.  

Darf man für die zweite Hälfte 2021 optimistisch sein? Der weitere Verlauf der aktuellen ­Situation ist vor allem abhängig vom Fortschritt der Covid-19-Impfungen sowie vom weiteren Infektionsgeschehen. Dennoch sei gesagt: Nach jeder Krise folgt ein Aufschwung und das wird auch dieses Mal so sein.

Autor: Klaus Schobesberger, 06.05.2021