Kinder gut betreut Eltern entlastet
Wie gut sich Beruf und Familie miteinander vereinbaren lassen, entscheidet sich oft ganz konkret im Alltag: Wann öffnet der Kindergarten? Gibt es auch am Nachmittag Betreuung? Was passiert während der Ferien? Und ist der Betreuungsplatz dort, wo ihn Familien tatsächlich brauchen?
Für Bürgermeister Dietmar Prammer sind diese Fragen längst nicht nur familien- oder sozialpolitische Themen. „Ein starker Wirtschaftsstandort braucht eine starke soziale Infrastruktur. Wer möchte, dass Menschen ihre beruflichen Chancen nutzen können, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Gute Kinderbetreuung gehört für mich wesentlich dazu“, betont Prammer.
Lange Öffnungszeiten
Linz verfügt dabei über ein breites Netz an Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen. In 57 Krabbelstuben, 100 Kindergärten und 42 Horten werden rund 12.600 Kinder und Jugendliche betreut. Allein für Kinderbildung und -betreuung sind im Budget 2026 rund 120,9 Millionen Euro vorgesehen.
Besonders wichtig für berufstätige Eltern sind dabei verlässliche und lange Öffnungszeiten. Das Linzer Modell einer ganzjährigen Betreuung einschließlich täglicher Randzeiten gilt österreichweit als Besonderheit. Seit Sommer 2026 bleiben zudem alle städtischen Kindergärten während der Sommermonate geöffnet.
Bestnote für Betreuung
Dass dieses Angebot funktioniert, zeigt auch die Bewertung durch die Arbeiterkammer Oberösterreich: Linz erhielt im Kinderbetreuungsatlas immer wieder die Bestnote 1A+.
Echte Wahlmöglichkeit
Gerade für Frauen ist eine verlässliche Betreuung nach wie vor häufig die zentrale Voraussetzung dafür, in welchem Ausmaß sie berufstätig sein können. Denn Frauen leisten noch immer einen Großteil der unbezahlten Care-Arbeit: von der Kinderbetreuung über die Haushaltsarbeit bis zur Pflege von Angehörigen. Diese ungleiche Verteilung prägt ihre beruflichen Möglichkeiten und führt dazu, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten oder ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen.
Für Prammer ist Vereinbarkeit deshalb auch eine Frage der wirtschaftlichen Zukunft: „Wir können auf der einen Seite über Fachkräfte sprechen und dürfen auf der anderen Seite nicht übersehen, welche Rahmenbedingungen Menschen brauchen, um arbeiten zu können. Es geht um echte Wahlmöglichkeiten für Familien.“
Betreuung am Arbeitsplatz
Neben der öffentlichen Hand hat das Technologieunternehmen am Linzer Campus eine eigene zweisprachige Krabbelstube und einen Kindergarten für bis zu 90 Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren geschaffen. Die Betreuung befindet sich direkt am Arbeitsplatz und soll Eltern die Verbindung von Familie und Beruf erleichtern.
Ein aktuelles Linzer Beispiel ist Dynatrace: Mit „DynaSprouts“ hat das Technologieunternehmen am Linzer Campus eine eigene zweisprachige Krabbelstube und einen Kindergarten für bis zu 90 Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren geschaffen. Die Betreuung befindet sich direkt am Arbeitsplatz und soll Eltern die Verbindung von Familie und Beruf erleichtern.
„Linz soll eine Stadt sein, in der Menschen gerne arbeiten und genauso gerne leben. Wenn Eltern wissen, dass ihre Kinder gut betreut sind und Beruf und Familie nicht jeden Tag zum organisatorischen Kraftakt werden, dann ist das Lebensqualität. Und genau diese Lebensqualität wird heute zum entscheidenden Standortfaktor.“
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