Im Portrait: Simone Mitterhauser

 

Schlägt Ihr Herz für Häuser mit Historie oder sollen Ihre Immobilien neue Geschichten schreiben?

Ich liebe die bunte Vielfalt in den unterschiedlichen Bauweisen von Häusern bzw. Gebäuden. Für meinen privaten Wohnsitz tendiere ich eher zu einem historischen Gebäude, das damals wie heute funktioniert, eine Vergangenheit besitzt und dessen Zukunft man aktiv begleiten und mitgestalten kann. So wie jeder Mensch eine Vergangenheit „mit“ sich trägt.

Haben Sie Ihre persönliche Traumimmobilie bereits gefunden?

Meine Familie und ich haben Anfang des Jahres mit einer Wohnung in Urfahr unser neues Zuhause gefunden. Dennoch verfolgen wir den Häuser-Markt auch aus privaten Gründen sehr aktiv, denn mittelfristig suchen wir etwas mit Garten, insbesondere wegen meines kleinen Sohns.

Was darf dabei auf keinen Fall fehlen?

Eine Grünfläche mit Möglichkeit zum Grillen und ausreichend Platz für eine Schaukel für meinen Sohn wären wünschenswert, ebenso ist eine zentrale Lage mit kurzen Wegen von Vorteil, da ich viel unterwegs bin. Schön wäre auch eine Bademöglichkeit.

Was wollten Sie werden, als Sie noch ein Kind waren?

Ich wollte den Beruf meines Vaters und meiner Mutter erlernen und gemeinsam mit meinem Bruder und meiner Zwillingsschwester den Tischlereibetrieb in vierter Generation weiterführen. Zusammen haben wir viele schöne Stunden in der Familienwerkstatt verbracht. Leider musste mein Vater schon sehr frühzeitig gehen, damals war ich erst 16 Jahre alt. Ohne ihn wollte ich diesen Weg jedoch nicht beschreiten, somit schlug ich einen neuen Berufsweg ein, der mir ebenso viel Freude bereitet.

Das Team von Next Immobilien

 

Ist die Zukunft eine leistbare Stadtwohnung oder eher die repräsentative Villa im Speckgürtel?

Derartige Anfragen werden mir im Alltag oft gestellt. Leider besitze ich auch keine Kristallkugel, in der ich die richtigen Antworten darauf finde. Durch meine tägliche Arbeit „am Markt“ und unsere Arbeit bei Next Immobilien versuchen wir, Tendenzen frühzeitig zu erkennen, um darauf möglichst zeitgerecht für unsere Kunden zu reagieren. Ich denke, dass leistbares Wohnen in Oberösterreich sehr gut aufgestellt ist. Über Jahre hinweg wurde von der Politik und von den gemeinnützigen Wohnbauträgern vieles richtig gemacht.

Welche Immobilien zählen zu den Absteigern, welche zu den Aufsteigern?

Ich denke, so schwarz-weiß kann man das nicht betrachten. Wichtiger ist es, für jede Immobilie die richtige Nutzungsmöglichkeit zu finden. Das erfordert auch ein Umdenken beim Eigentümer bzw. Vermieter als auch beim Immobilienmakler selbst, der angehalten ist, neue Nutzungsmöglichkeiten und Ideen für seine Kunden aufzuzeigen. Meiner Meinung nach zählt es immer mehr, den Kunden – egal, ob vermieter-, verkäufer- oder mieterseitig – optimal in seinen Entscheidungen langfristig zu beraten und zu begleiten. Jede Immobilie hat eine adäquate Nutzung bzw. Verwendung und einen damit verbundenen Marktpreis.

Steckbrief: Simone Mitterhauser
Autor: Friederike Ploechl, 01.12.2021