Der Hochzeitstanz

Eröffnungstanz. Eine Hochzeit strotzt nur so vor unvergesslichen Momenten. Vom Gelübde bis zum ersten Kuss als Ehepaar, das Zelebrieren der gefundenen Liebe findet seinen Höhepunkt im Hochzeitstanz. Er verbindet Zeremonie und Party und besiegelt den Bund der Frischvermählten.
Autor: Magdalena M. Fuchs, 09.02.2022 um 11:15 Uhr

Wenn Braut und Bräutigam sich das Ja-Wort gegeben haben, die Hochzeitsgäste gespeist haben und dem ausgelassenen Feiern nichts mehr im Weg stehen kann, ist es Zeit für den Hochzeitstanz. Der Bund der Ehe wird am Hochzeitstag symbolisch viele Male besiegelt: in der Übergabe des Ringes, bei dem Entzünden der Hochzeitskerze, dem gemeinsamen Anschnitt der Hochzeitstorte und nicht zuletzt verkörpert der gemeinsame Tanz den soeben geschlossenen Bund. Der Tanz des Brautpaars steht symbolisch für die ersten gemeinsamen Schritte als verheiratetes Paar. Außerdem wird die Tanzfläche für die Gäste eröffnet und sinnbildlich startet für Braut und Bräutigam mit den ersten gemeinsamen Tanzschritten die gemeinsame Zukunft.

Traditionell oder modern?

Vor dem großen Tag gilt es zu entscheiden, welche Rolle der Hochzeitstanz spielen soll. In jedem Fall sollte der gemeinsame Tanz authentisch sein und das frisch vermählte Paar sich gemeinsam auf dem Parkett wohlfühlen. Ob ambitionierte Profitänzer oder lässige Nonkonformisten, die oberste Devise lautet: Spaß muss es machen! Es gibt Crashkurse, um die Tanzbeine wieder fit zu machen, wer lieber nach Choreografie tanzt, kann sich auch in professionelle Hände begeben. Zahlreiche Tanzschulen bieten Hilfe bei dem Tanz aller Tänze. Oder soll statt einem Paartanz lieber die ganze Hochzeitsgesellschaft auf die Tanzfläche? Natürlich muss es weder ein Walzer noch ein Tanz zu zweit sein. Für einen großen Effekt und eine unvergessliche Tanznacht sorgt mit Sicherheit eine Überraschungseinlage. Die Braut kann mit ihren Brautjungfern den Angetrauten überraschen, oder der Bräutigam überlegt sich eine spritzige Einlage für seine Ehefrau.

Paar bei der Hochzeit

I will always love you.

Der erste Schritt zum großen Tanz ist mit Sicherheit die Songauswahl. Denn so unterschiedlich wie jedes Paar sind auch die Möglichkeiten der Musik. Ob traditionelle Romantik oder doch ein lustiger Flashmob mit den Gästen, das liegt ganz beim Brautpaar. Die klassische Wahl ist der Wiener Walzer. Ob man verliebt dazu schunkelt oder professionell über das Parkett fegt, bleibt ganz dem Paar überlassen. Wer stilvoll im Dreivierteltakt die Tanzfläche mit dem Liebsten eröffnen möchte, muss nicht unbedingt eine schwierige Choreografie einstudieren. Tanzschulen bieten für ambitionierte Verliebte eigene Kurse an, um sich auf den Tanz im Kreise der Gäste vorzubereiten. Während der Covid-Pandemie erweiterte die Tanzschule Santner in Wels ihr Angebot um Online-Kurse und bietet auch von zuhause professionelle tänzerische Unterstützung für jedes Paar. Dem glanzvollen Eröffnungswalzer ist keine Grenze gesetzt, und wer es gerne anspruchsvoll mag, kann den gemeinsamen Tanz mit Hebefiguren aufpeppen.

Lieber kein Walzer?

Viele Frischvermählte bevorzugen etwas Ausgefallenes. „Die Auswahl an Musikstücken ist endlos, von Pop bis Rock, Filmmusik oder Schlager, so individuell wie das Paar darf auch die Musik sein, denn alles ist erlaubt“, erklärt Tanzprofi und Walzer-Weltmeisterin Maria Santner. Eine romantische Einlage verzaubert Freunde und Familie und sorgt sicherlich für eine bleibende Erinnerung bei den Hochzeitsgästen. Filmklassiker wie Dirty Dancing oder Saturday Night Fever können als Inspiration für eine unvergessliche Einlage dienen. Mithilfe der Profitänzer kann individuell zu Ihrer Lieblingsmusik eine Choreografie geplant werden. Ob kompletter Anfänger oder Tanzweltmeister, alles wird auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Können abgestimmt. Genießen Sie Ihren besonderen Augenblick der Zweisamkeit am Parkett!

Tanzprofi Maria Santner


Im Gespräch mit Dancing Star Gewinnerin und Jurorin Maria Santner

Warum der Hochzeitstanz? Was macht diesen Tanz als frischvermähltes Paar so besonders? Es ist die schönste Eröffnung, die man für einen Partyabend haben kann. Es ist für das Brautpaar persönlich ein wunderbarer Moment, es ist DER Tanz der Braut und Bräutigam verbindet. Man eröffnet außerdem die Tanzfläche und danach können Band oder DJ übernehmen und die Party kann losgehen.

Haben Sie eine Veränderung bei den Anforderungen für den Hochzeitstanz währen der Covid-Pandemie bemerkt? Der Trend in den letzten zwei Jahren ging ganz klar Richtung Online-Unterricht. Unsere Tanzschule hat sich darauf auch eingestellt und wir bieten Brautpaaren an, Kurse für den klassischen Hochzeitstanz – Disco Fox, Blues, Walzer - zu absolvieren, aber auch eine Choreografie kann online erlernt werden. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, weil viel Dankbarkeit da war, dass überhaupt etwas angeboten wird. Vor allem nehmen jetzt auch Paare aus Wien oder Deutschland diese Möglichkeit in Anspruch und man ist nicht mehr örtlich gebunden, das Online-Angebot bietet sich also nicht nur in Lockdown Zeiten an, sondern auch für Paare außerhalb Oberösterreichs.

Die wichtigste Message zuerst: Bei einer Hochzeitschoreografie ist alles möglich. Geht nicht, gibt’s nicht!

Welche 3 Dinge dürfen auf keinen Fall bei einem Hochzeitstanz fehlen? Zuallererst die Lieblingsmusik des Brautpaares, das ist ganz wichtig! Eine gute Wahl ist zum Beispiel das Lied, mit dem Sie sich kennengelernt haben! Außerdem braucht es ein romantisches Ende: ein Kuss, eine besondere Endpose oder eine innige Umarmung. Und natürlich steht die Individualität des Paares im Mittelpunkt, Ihre ganz persönliche Note.

Was waren die außergewöhnlichsten Hochzeitstänze, die Sie je choreografiert haben? Da könnte ich jetzt Bücher schreiben. (lacht) Von Hebefiguren bis deutschen Rap, es ist so bunt gemischt wie die Menschen selbst. Man glaubt gar nicht, was bei einer Hochzeit alles getanzt werden kann. Also von Kitsch bis Schlager ist alles möglich. ACDC war allerdings schon ziemlich cool!

Welchen Tipp möchten Sie jedem Paar für seinen ganz persönlichen Hochzeitstanz mitgeben? Da gibt es Tausende. Ganz wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen. Es soll auf keinen Fall etwas sein, wo Sie kein gutes Gefühl haben. Sie sollen den Tanz genießen. Was auch oft unterschätzt wird, ist das Outfit. In der Tanzschule haben Sie die gemütliche Kleidung an, also unterschätzen Sie nicht die Schleppe, das bodenlange Kleid oder den engen Anzug! Also ist die Frage, was mit dem Outfit möglich ist. Außer natürlich, Sie wechseln das Outfit.

Hochzeitspaar