Gefahr: Tod durch mobile Klimaanlagen

Vier Maßnahmen, um gefährliche Kohlenmonoxid-Unfälle zu vermeiden.
Autor: Rudolf Grüner, 01.07.2022 um 09:00 Uhr

Sommerzeit, mitunter risikoreiche Zeit: Bei tropischen Temperaturen kommt es immer wieder zu Unfällen in den eigenen vier Wänden. Auch heuer warnen wieder die Rauchfangkehrer vor dem gleichzeitigen Betrieb von raumluftabhängigen Gasthermen und Gasdurchlaufwasserheizern mit mobilen Klimaanlagen.

Wie es dabei zu tödlichen CO-Vergiftungen kommen kann, erklärt deren Wiener Innungs-Chef Christian Leiner: „Die vom Gasgerät produzierten Abgase werden normalerweise über den Rauchfang abgeleitet.“ Mobile Klimageräte würden diese aber wieder zurück in die Wohnung saugen. Damit bleibe auch das geruchlose, farblose, hochgiftige CO-Gas in der Atemluft. Ist das Gasgerät schlecht oder gar nicht gewartet, steige die Gefahr einer Vergiftung zusätzlich. „Wer sich nicht sicher ist, ob er ein mobiles Klimagerät gefahrlos betreiben kann, soll sich unbedingt vor der Anschaffung an seine Rauchfangkehrerin oder seinen Rauchfangkehrer wenden und nachfragen“, rät Leiner. Zudem solle jeder diese vier Tipps beherzigen.

4 Tipps: So vermeiden Sie tödliche Unfälle

1. Wird das Warmwasser mit einer raumluftabhängigen Gastherme oder einem Gasdurchlaufwasserheizer aufbereitet, nie gleichzeitig ein mobiles Klimagerät in Betrieb setzen!

2. Eine CO-Melder installieren: Tritt das geruchlose Gas aus, erklingt ein lauter Warnton.

3. An heißen Tagen für die eigene Sicherheit immer nur bei geöffnetem Fenstern duschen, während Hitzewellen die Betriebszeiten der Gasgeräte so kurz wie nur möglich halten.

4. Gasgeräte samt Abgasanlagen einmal im Jahr im Rahmen der Hauptkehrung durch die den Rauchfangkehrer überprüfen lassen. Nicht auf die die jährliche Wartung durch einen Profi-Installateur vergessen!