Akku-Gartengeräte: Die größten Vorteile

Mit Akku-Geräten lassen sich aufwendige Gartenarbeiten kabelfrei und ohne Benzinmotor verrichten. Womit sie gegenüber klassischen Modellen punkten. Worauf man achten sollte, damit sie lange einwandfrei funktionieren.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 14.06.2022 um 15:25 Uhr

Dass Akku-Gartengeräte Konkurrenzmodellen, die mit Netzstrom oder Benzin betrieben werden, zunehmend den Rang ablaufen, lässt sich eindrucksvoll an der stetig steigenden Nachfrage ablesen. Vor allem Heckenscheren, Laubsauger und Rasenmäher, die mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben werden, finden mittlerweile reißenden Absatz.

Warum man auf Akku-Gartengeräte setzen sollte

Kritiker bezweifeln, ob sie auch das nötige Durchhaltevermögen bei längeren und aufwendigeren Einsätzen erfüllen. Wie bei allen Technologien gilt auch hier: Das Optimum aus Akku-Gartengeräten holt heraus, wer ihre Vorzüge kennt und sich dieses Wissen beim Kauf und der Wartung zunutze macht.

Mehr Sicherheit

Keine umherliegenden Kabel, über die man stolpert; keine unnötigen Risiken, wie sie der Umgang mit Benzin in sich birgt, oder gesundheitsschädliche Abgase: Der Einsatz von Akku-Gartengeräten ermöglicht größtmöglichen Bewegungsspielraum bei höchstmöglicher Sicherheit.

Weniger Lärm

Wer bereits erlebt hat, dass er seine Gartenarbeit wegen der vorgeschriebenen Ruhezeiten unterbrechen musste, gerade dann, wenn er in seinem Element ist, wird Akku-Gartengeräte zu schätzen lernen. So leise, wie sie sind, sind sie zu keiner Tageszeit ein Ärgernis für Nachbarn – und nicht zuletzt einen selbst. Ohrenbetäubende Geräuschkulissen gehören mit ihnen der Vergangenheit an.

Mann bei der Gartenarbeit mit Heckenschere | Credit: iStock.com/Andrii Borodai

Weniger Gewicht

Viele Akku-Gartengeräte sind leichter als herkömmliche. Auch gefühlt: Da sie weniger vibrieren als Benzin- oder Netzstrom-Modelle, liegen sie ruckelfreier in der Hand, erzeugen weniger Widerstand und sind dadurch deutlich gelenk- und rückenschonender sowie ergonomischer.

Weniger Wartungsaufwand

Der Hauptteil der Wartung von Akku-Gartengeräten besteht darin, sie zu laden. Bedenkt man, dass bei Modellen mit Verbrennungsmotor regelmäßig Benzin nachzufüllen ist bzw. Zündkerzen getauscht werden müssen, ein weiterer Pluspunkt.

Mann beim Rasenmähen | Credit: iStock.com/Corinna71

Wodurch Akku-Gartengeräte länger halten

Die Effektivität und Leistungsstärke von Akku-Gartengeräten lässt sich ein Stück weit auch durch das eigene Nutzungsverhalten beeinflussen.

Wechselakku einplanen

Wer beim Kauf von Gartengeräten darauf achtet, dass diese über einen Wechselakku verfügen, ist nicht nur ökonomischer unterwegs, sondern auch nachhaltiger. Denn im Fall eines Defekts muss nicht das Gerät als Ganzes entsorgt werden, sondern es reicht der Tausch des Akkus.

Reserve-Akku parat haben

Für alle Fälle gerüstet ist, wer sich bei der Anschaffung eines Gartengeräts einen Reserve-Akku besorgt. Praktisch bei länger andauernden Arbeiten: Während der eine im Einsatz ist, wird der andere im Hintergrund geladen. Verfügt man über eine Photovoltaikanlage, lässt sich dazu die Mittagszeit, wenn aufgrund des Sonnenstandes am meisten Solarstrom erzeugt wird, optimal nutzen. Wer alle seine Gartengeräte von demselben Hersteller kauft, hat überdies den Vorteil, dass ein und derselbe Akku für mehrere Geräte verwendet werden kann.

Akku optimal laden

Der Vorteil ist, dass Akku-Gartengeräte, auch wenn sie länger nicht verwendet wurden, dank der Lithium-Ionen-Technologie deutlich langsamer entladen und binnen 45 Minuten vollständig geladen sind. Wobei dies für optimale Leistung nicht einmal zwingend erforderlich ist. Laut Experten halten Akkus tendenziell sogar länger, wenn sie zu 80 Prozent geladen sind und beim Entladen nicht unter 20 Prozent fallen. 

Durchschnittlich liegt die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus bei rund zehn Jahren. Das entspricht - je nach Nutzungsintensität - zwischen 800 und 1.000 Ladezyklen.

Akku-Gartengeräte richtig lagern

Wetter-Extreme wie große Hitze und starke Kälte setzen akku-betriebenen Gartengeräten generell zu. Werden sie länger nicht genutzt, sollten sie am besten an einem schattigen Ort bei stabiler Raumtemperatur gelagert werden. 

Akku-Ladung bestmöglich nutzen

Größere Gartengeräte - beispielsweise Rasenmäher - verfügen häufig über mehr als einen Akku. Optimale Leistung rufen sie in diesem Fall ab, wenn alle Akkus in etwa gleich stark geladen sind. 

Worauf man bei Akku-Gartengeräten achten sollte

Die Leistung (Volt) und die Kapazität (Ampere) des Akkus sind für optimale Ergebnisse im Garten entscheidend. Zur Orientierung: Für einfache Arbeiten sind Geräte mit 18 oder 20 Volt ausreichend, für schwerere (z.B. Rasenmähen) 36 bzw. 40 Volt erforderlich. Praktisch sind Geräte, bei denen man zwischen verschiedenen Akkukapazitäten wählen kann.

Mann sitzt auf seinem Rasenmäher | Credit: iStock.com/morozena

Rechnen sich Akku-Gartengeräte?

Schlägt inklusive Zubehör die Anschaffung von Akku-Gartengeräten teurer zu Buche als geplant, fragt sich der eine oder andere vielleicht, ob überhaupt und ab wann sie sich rechnen. Beruhigend sei gesagt, dass sie es tun. In Abhängigkeit zu Größe, Nutzung, Wartung und Lagerung laut Experten im Idealfall bereits nach zwei Jahren; vor allem, wenn die Geräte von einer Marke stammen.