ESC: Jüngste Teilnehmerin war erst 11 Jahre alt
Inhalt
Wenn Europas größte Musikshow ihre Scheinwerfer einschaltet, wird aus einem Wettbewerb ein Spektakel der Superlative. Jahr für Jahr bringt der Eurovision Song Contest Stimmen, Stile und schrille Auftritte auf eine Bühne und sorgt für Emotionen zwischen Euphorie und Enttäuschung. Rekorde werden gebrochen, Karrieren geschrieben und Momente geschaffen, die dem Publikum lange in Erinnerung bleiben.
Rekord-Sieger
Irland und Schweden haben den ESC bisher sieben Mal gewonnen und halten damit beide den Rekord.
758 Punkte: Das ist die höchste Punktezahl, die jemals erreicht wurde. Das schaffte Salvador Sobral (Portugal) 2017 für „Amar pelos dois“.
Zweimal gewonnen? Das ist in der ESC-Geschichte bislang nur zwei Künstlern gelungen: Johnny Logan für Irland (1980, 1987) und Loreen für Schweden (2012, 2023).
Kuriose ESC-Momente
Abseits der großen Gewinner sorgt der Song Contest immer wieder für außergewöhnliche Geschichten, die so nur hier passieren können.
Vier gewinnt 1969 gab es vier Sieger: Frankreich, Spanien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich hatten gleich viele Punkte und teilten sich den Sieg.
13 Jahre alt war Sandra Kim aus Belgien, als sie 1986 den Song Contest gewann. Damit ist sie die bislang jüngste Gewinnerin. Die jüngste Teilnehmerin war Nathalie Paque (Frankreich, 1989) mit damals elf Jahren.
6 Personen dürfen maximal auf der Bühne stehen. Das hat dazu geführt, dass manche Bands Mitglieder daheim lassen mussten.
Rot-weiß-rote Höhen & Tiefen
Auch aus österreichischer Sicht blickt der ESC auf eine wechselhafte Geschichte mit großen Erfolgen und bitteren Momenten zurück. Bisher haben wir den Eurovision Song Contest dreimal gewonnen:
- Udo Jürgens (1966, „Merci, Chérie“)
- Conchita Wurst (2014, "Rise Like A Phoenix")
- JJ (2025, „Wasted Love“)
Zero Points: In seiner ESC-Geschichte hat unser Land bisher viermal 0 Punkte kassiert. Damit hält das Land gemeinsam mit Norwegen den Negativ-Rekord der häufigsten „Nuller“ im Finale.
Udo Jürgens gewann den Musikwettbewerb erst beim dritten Anlauf. Der Kärntner ist vor seinem Sieg in Luxemburg (1966) auch in Kopenhagen (1964, 6. Platz) und in Neapel (1965, 4. Platz) angetreten.
Nachbarschaftsliebe & Fantasiesprachen
Studien zeigen, dass sich Länder im Schnitt mehr Punkte geben, wenn sie sich geografisch oder kulturell nahe sind.
Seit 1999 gilt beim ESC freie Sprachwahl, seither gab es auch Lieder in Fantasiesprache. Zum Beispiel war der gesamte Text von „Sanomi“ der Folkgruppe Urban Trad 2003 eine erfundene Sprache.