Buchtipp der Woche: Gärten, Gift und kalte Rache
Inhalt
Oberdistelbrunn soll neu erblühen für mehr Insekten, mehr Biodiversität und mehr sanften Tourismus. Doch statt Bienensummen liegt plötzlich Angst in der Luft. Der Fund eines Hundeskeletts setzt eine mysteriöse Mordserie in Gang – ein Mensch nach dem anderen wird vergiftet. Schon bald schreien die Dorfbewohner nach Selbstjustiz, denn die Polizei tappt im Dunkeln. Und wieder einmal müssen Berta und Pauline, die beiden Hobbygärtnerinnen mit Miss-Marple-Gen, einem Serienmörder das Handwerk legen. Nur kommen sie ihm dabei gefährlich nahe ...
Mordwerkzeuge wachsen im Garten
Wer glaubt, idyllische Gärten seien Orte der Entspannung, hat noch nie eine Seite von Klaudia Blasl gelesen. Die österreichische Bestsellerautorin und Meisterin des schwarzen Humors beweist seit Jahren, dass zwischen Rosen und Ranukeln nicht nur Unkraut gedeiht, sondern auch Mordwerkzeuge! Manche Menschen pflanzen Kräuter – Klaudia Balsl kultiviert in ihrem Giftpflanzengarten lieber toxische Schönheiten, die selbst gestandenen Kriminalisten die Schweißperlen auf die Stirn treiben.
Tiefschwarz und schrullig
Nörgelnder Ehemann, launischer Chef oder ein hübsches Gesteck für den Esstisch? Klaudia Blasl hat für alles eine kreative Lösung parat. In ihren Krimis verwandelt die Autorin jedes Blatt, jede Wurzel und jedes Kräutlein in ein potenzielles Mordinstrument – ganz zum Leidwesen ihrer literarischen Opfer. Auch „Gärten, Gift und kalte Rache“ ist eine tiefschwarze, herrlich schrullige Kriminalkomödie (Band 3 nach „Gärten, Gift und große Liebe“ sowie „Gärten, Gift und tote Männer). Im Mittelpunkt stehen wie immer Pauline, die smarte, spitzzüngige Ich-Erzählerin, die gemeinsam mit ihrer Freundin Berta beweist, dass Ermittlungen im Rentenalter weder Ruhe noch Zurückhaltung kennen.
Giftpflanzen sind ihr Hobby: Klaudia Blasl
Klaudia Blasl kocht gerne und gut, noch lieber befeuert sie allerdings ihre kriminelle Giftküche. Das Ergebnis dieser Leidenschaft sind spannende Kriminalromane mit schwarzem Humor, bösen Blumen und fiesen Gewächsen. Die Österreicherin lebt in der Steiermark und dem Südburgenland, wo sie auch einen Giftpflanzengarten betreibt. Nach der Erkenntnis, das Schusswaffen schwierig zu bedienen sind und Stichwaffen furchtbare Blutspuren hinterlassen, hat sich die Autorin zur Giftpflanzenexpertin entwickelt und jede Menge Bücher darüber geschrieben. Kurzkrimis wie böse Blumen, Cosy Crimes wie Gärten, Gift und tote Männer, – „womit ich den 1. Platz beim Deutschen Gartenbuchpreis gewonnen habe“ – und Longseller wie das Sachbuch 111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss.