Blood and Sinners: Rekord bei Oscar-Nominierungen
- Blood & Sinners schreibt Oscar-Geschichte
- Worum es im Film geht
- Oscar-Nominierungen in allen Hauptkategorien
- Von „Black Panther“ zu „Blood & Sinners“
- Wo kann ich Blood & Sinners streamen?
- Blick auf die Oscar-Gala
Der Vampirfilm „Blood & Sinners“ des kalifornischen Regisseurs Ryan Coogler hat bei den Nominierungen für die 98. Academy Awards Filmgeschichte geschrieben. Das Südstaatendrama, das 1932 im Mississippi-Delta spielt, hat für die Oscars 2026 16 Nominierungen – mehr als jeder andere Film zuvor. Damit übertrifft Cooglers Werk die bisherigen Rekordhalter All About Eve (1950), Titanic (1997) und La La Land (2016), die bei jeweils 14 Nominierungen halten.
Worum es im Film geht
„Blood & Sinners“ ist ein genreübergreifender Vampir-Horrorfilm von Ryan Coogler, der im Jahr 1932 im Mississippi Delta spielt. Im Zentrum stehen die Zwillingsbrüder Elijah „Smoke“ Moore und Elias „Stack“ Moore (beide gespielt von Michael B. Jordan), die nach dem Ersten Weltkrieg in ihre Heimat im Mississippi-Delta zurückkehren, um dort einen Neuanfang zu wagen und ein Musiklokal zu eröffnen. Schnell entdecken sie, dass sie in ihrem neuen Leben nicht nur persönlichen Konflikten, sondern auch einer übernatürlichen Bedrohung gegenüberstehen. Der Genre sprengende Mix aus Südstaatendrama, übernatürlichem Schrecken und musikalischen Elementen verbindet soziale Themen mit fantastischer Erzählung.
Oscar-Nominierungen in allen Hauptkategorien
Wenig wunderlich also, dass „Blood & Sinners“ bei der Jury bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Dafür hat das Werk Nominierungen in nahezu allen bedeutenden Kategorien erhalten, darunter Bester Film, Beste Regie und Bestes Originaldrehbuch für Ryan Coogler selbst. Hauptdarsteller Michael B. Jordan wurde für seine Rolle als gegen Rassismus und übernatürliche Mächte kämpfender Zwillingsbruder nominiert. Auch Delroy Lindo und Wunmi Mosaku erhielten Nominierungen in den Nebendarstellerkategorien.
Auch in den technischen Sparten setzte sich der Film durch: Auszeichnungen sind unter anderem für Kamera (Autumn Durald Arkapaw), Szenenbild (Hannah Beachler, Monique Champagne), Kostüme (Ruth E. Carter), Schnitt, Ton, Make-up und Visuelle Effekte möglich. Der von Ludwig Göransson komponierte Soundtrack und der von Raphael Saadiq mitverfasste Song „I Lied to You“ komplettieren die Liste.
Von „Black Panther“ zu „Blood & Sinners“
Für Ryan Coogler ist die Rekordzahl an Nominierungen mehr als nur ein beruflicher Triumph. Der in Oakland geborene und in Richmond aufgewachsene Filmemacher hat seine Verbindung zur San Francisco Bay Area nie verloren. Coogler, der die St. Mary’s College High School in Berkeley besuchte, betont regelmäßig, wie sehr seine Herkunft seine Arbeit geprägt hat.
Coogler produzierte den Film gemeinsam mit seiner Ehefrau Zinzi Coogler und Sev Ohanian. Zinzi Coogler, ebenfalls aus Oakland, habe, wie ihr Mann in Interviews mehrfach betonte, maßgeblich zum Erfolg beigetragen. „Sie war bei jedem Dreh dabei, immer im Hintergrund, nie im Rampenlicht“, so Coogler bei einer Preisverleihung. „In diesem Film war sie meine Chefin – und das war großartig.“
Schon Cooglers frühere Filme wurden von der Academy ausgezeichnet. Black Panther (2019) erhielt sieben Nominierungen und drei Oscars, Judas and the Black Messiah (2021) gewann zwei Preise. Mit Blood & Sinners erreicht der Regisseur nun den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere.
Wo kann ich Blood & Sinners streamen?
In Österreich lief „Blood & Sinners“ bereits regulär im Frühjahr 2025 in den Kinos, typischerweise ab Mitte April 2025 in österreichischen Sälen. Auf den Streamingplattformen hat der Blockbuster die gängigen Anbieter Netflix und Amazon Prime noch nicht erreicht. Als Video-on-Demand kann man ihn aber aktuell über Plattformen wie Amazon Video, Apple TV Store oder Rakuten TV kaufen oder leihen.
In Österreich und Deutschland ist der Film außerdem über Sky-Dienste wie Sky Go und WOW Filme & Serien im Streaming-Abo abrufbar. Darüber hinaus wurde der Film im Sommer 2025 auf dem Streamingdienst Max (ehemals HBO Max) veröffentlicht, wo er mit einem Abo jederzeit gestreamt werden kann.
Blick auf die Oscar-Gala
Die 98. Oscar-Verleihung findet am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Conan O’Brien wird die Gala moderieren, die live auf ABC und Hulu übertragen wird. Mit dem bisherigen Rekord an Nominierungen gilt „Blood & Sinners“ als klarer Favorit der diesjährigen Preisverleihung.